Ereignis W3_Eta_001779 · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01

Starkregenereignis in Altenberg am 11. August 2002

Zwischen dem 11. August 2002 um 15:50 Uhr und dem 13. August 2002 um 15:50 Uhr wurde ein Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Altenberg dokumentiert. Innerhalb von 48 Stunden fielen maximal 319,7 mm Niederschlag, im Mittel über die Ereignisfläche 98,78 mm. Das Ereignis erreichte einen maximalen Starkregenindex von 10 (extremer Starkregen) und umfasste rund 49.579,8 km². Die statistische Wiederkehrzeit des Maximums liegt nach KOSTRA-DWD-2020 bei weit über 100 Jahren (statistisch seltener als alle 1.000 Jahre).

Landkreis Sächsische Schweiz-Ost, Sachsen · Beginn 11. August 2002 um 15:50 Uhr (MESZ) · Ende 13. August 2002 um 15:50 Uhr (MESZ) · Datenstand 02.09.2026

319,7 mm

Niederschlag maximal

Mittel 98,78 mm

48 h

Dauerstufe

Bewertungsfenster

SRI 10

extremer Starkregen

Maximum, KOSTRA · Mittel 3

49.579,8 km²

Ereignisfläche

flächentreu (LAEA)

>> 100 a

Wiederkehrzeit maximal

KOSTRA-DWD-2020

Daten und Nachweis: Kenndaten (CSV) Ereignisfläche (GeoJSON) Ereignisbericht (PDF) DWD-Daten unter CC BY 4.0, unverändert, mit Quellenvermerk. Alle Ereignisse in Altenberg

Ereigniszone und Niederschlagsmaximum

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Rote Fläche: Ereigniszone aus dem DWD-Katalog (Rasterzellen über der Starkregenschwelle in der Dauerstufe). Punkt: Rasterzelle des Niederschlagsmaximums (50.7445° N, 13.7335° O). Kartenhintergrund TopPlusOpen © BKG (dl-de/by-2-0), Grenzen VG250 © GeoBasis-DE / BKG.

  • Zuordnung: Die Gemeindezuordnung bezieht sich auf die 1-km-Rasterzelle des Niederschlagsmaximums (Altenberg) – nicht auf das gesamte Gemeindegebiet.
  • Fläche: Die Ereignisfläche kann über Gemeinde-, Kreis- und Staatsgrenzen hinausreichen – hier liegen 69,1 % der Fläche in Deutschland.
  • Charakter: CatRaRE ist ein rückblickender Ereigniskatalog aus Radardaten – keine Live-Warnung und keine Starkregengefahrenkarte.

Zeitpunkt und Identität

Zeiten in Ortszeit (Europe/Berlin), im Katalog in UTC geführt.

Beginn
11.08.2002 15:50 Uhr MESZ
Ende
13.08.2002 15:50 Uhr MESZ
Dauerstufe
48 h
Katalogschlüssel
W3_Eta_001779
Ereignis-ID
1.779
Katalogversion
W3_Eta_v2026_01

Lage und Verwaltung

Die Zuordnung gilt für die 1-km-Rasterzelle des Niederschlagsmaximums (RRmax), nicht für die gesamte Ereignisfläche.

Gemeinde am Maximum
Stadt Altenberg
Landkreis am Maximum
Landkreis Sächsische Schweiz-Ost
Bundesland am Maximum
Sachsen
Staat am Maximum
Deutschland
Amtlicher Gemeindeschlüssel
14628010
Maximum in Deutschland
ja
Rasterspalte (x)
719
Rasterzeile (y)
528
Ostwert (projiziert)
276.038 m
Nordwert (projiziert)
-4.230.145 m

Ereigniszone

Die Ereigniszone ist die zusammenhängende Fläche aller Rasterzellen, die die Starkregenschwelle in der Dauerstufe überschritten haben.

Ereignisfläche
49.579,8 km²
Rasterzellen
54.611
Rasterzellen in Deutschland
37.721
Flächenanteil in Deutschland
69,1 %

Niederschlag, Extremität, Wiederkehrzeit und Starkregenindex

Wiederkehrzeiten und Starkregenindex liegen in zwei Varianten vor: mit Koeffizienten aus RADKLIM (radarbasiert) und aus KOSTRA-DWD-2020 (amtliche Bemessungsstatistik). Der Monitor führt die KOSTRA-Variante als Hauptwert.

Maximaler Niederschlag
319,7 mm
Mittlerer Niederschlag
98,78 mm
Extremität (Eta)
202,27
Max. Wiederkehrzeit (KOSTRA)
weit über 100 Jahre (statistisch seltener als alle 1.000 Jahre)
Mittlere Wiederkehrzeit (KOSTRA)
ca. 23 Jahre
Max. Wiederkehrzeit (RADKLIM)
weit über 100 Jahre (statistisch seltener als alle 1.000 Jahre)
Mittlere Wiederkehrzeit (RADKLIM)
ca. 34 Jahre
Max. Starkregenindex (KOSTRA)
10
Mittlerer Starkregenindex (KOSTRA)
3
Max. Starkregenindex (RADKLIM)
10
Mittlerer Starkregenindex (RADKLIM)
5
Maximum über 4-facher 100-Jahres-Summe
nein

Wetterlage und Vorregen

Die Wetterlagenklasse stammt aus der objektiven Klassifikation des DWD; der Vorregenindex beschreibt, wie feucht der Boden vor dem Ereignis war (Zeiß-Index über 21 bzw. 30 Tage).

Wetterlage am Beginn
keine vorherrschende Anströmrichtung, zyklonal in 950 hPa, antizyklonal in 500 hPa, feucht (XXZAF)
Wetterlagenklasse (Nr.) am Beginn
26
Wetterlage am Ende
Anströmung aus Nordwest, antizyklonal in 950 hPa, antizyklonal in 500 hPa, feucht (NWAAF)
Wetterlagenklasse (Nr.) am Ende
10
Vorregenindex 21 Tage (Maximumszelle)
13,7 mm
Vorregenindex 21 Tage (Minimum)
0,9 mm
Vorregenindex 21 Tage (Mittel)
19,6 mm
Vorregenindex 21 Tage (Maximum)
81,4 mm
Vorregenindex 30 Tage (Maximumszelle)
28 mm
Vorregenindex 30 Tage (Minimum)
4,3 mm
Vorregenindex 30 Tage (Mittel)
37,8 mm
Vorregenindex 30 Tage (Maximum)
126,2 mm

Bevölkerung, Siedlung und Versiegelung

Bevölkerungszahlen stammen je nach Ereignisjahr aus den Zensus-Rastern 2011 bzw. 2022 (Deutschland) und den GEOSTAT-Rastern (gesamte Zone). Siedlungs- und Versiegelungsgrad kommen aus Copernicus-Rastern.

Einwohner im deutschen Teil der Zone
6.973.561
Bevölkerungsdichte (deutscher Teil)
140,7 Einw./km²
Einwohner in der Ereigniszone
8.561.973
Bevölkerungsdichte (Zone)
172,7 Einw./km²
Einwohner in der Maximumszelle
0
Siedlungsgrad der Zone
2,8 %
Siedlungsgrad der Maximumszelle
0,4 %
Höchster Siedlungsgrad (100 m)
100 %
Versiegelungsgrad der Zone
3,4 %
Versiegelungsgrad der Maximumszelle
0,3 %
Höchster Versiegelungsgrad (100 m)
100 %

Landnutzung und Topografie

Landnutzung nach CORINE Land Cover, Höhen aus dem SRTM-Modell, Geländeposition (TPI) aus dem 50-m-Geländemodell des BKG – nur für Deutschland.

Vorherrschende Landnutzung
Nicht bewässertes Ackerland (211)
Landnutzung an der Maximumszelle
Wald-Strauch-Übergangsstadien (324)
Höhe der Maximumszelle
856,3 m
Tiefster Punkt der Zone
1 m
Mittlere Höhe der Zone
335,9 m
Höchster Punkt der Zone
1.437 m
Geländeposition der Maximumszelle
41,2 m
Geländeposition (Minimum)
-193,6 m
Geländeposition (Mittel)
0,1 m
Geländeposition (Maximum)
312,3 m

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Quellen, Lizenz und Grenzen

Datenbasis: Deutscher Wetterdienst (DWD), CatRaRE W3 Eta v2026.01, auf Basis von RADKLIM-RW und KOSTRA-DWD-2020; eigene Aufbereitung durch starkregen.de / Spekter GmbH. Lizenz: CC BY 4.0.

Die Kennwerte sind die unveränderten Werte des DWD-Katalogs; starkregen.de bereitet sie auf, formatiert und erklärt sie. Sie sind eine statistische Einordnung aus Radardaten und ersetzen keine Vor-Ort-Messung, kein Gutachten und keine amtliche Warnung. Wie der Katalog entsteht, was Dauerstufe, Wiederkehrzeit und Starkregenindex bedeuten und wo die Aussage endet: Methodik des Starkregen-Monitors.