Ereignis W3_Eta_001765 · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01

Starkregenereignis in Havelaue am 12. August 2002

Zwischen dem 12. August 2002 um 05:50 Uhr und dem 12. August 2002 um 11:50 Uhr wurde ein Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Havelaue dokumentiert. Innerhalb von 6 Stunden fielen maximal 68,0 mm Niederschlag, im Mittel über die Ereignisfläche 45,76 mm. Das Ereignis erreichte einen maximalen Starkregenindex von 7 (außergewöhnlicher Starkregen) und umfasste rund 165,5 km². Die statistische Wiederkehrzeit des Maximums liegt nach KOSTRA-DWD-2020 bei über 100 Jahren.

Landkreis Havelland, Brandenburg · Beginn 12. August 2002 um 05:50 Uhr (MESZ) · Ende 12. August 2002 um 11:50 Uhr (MESZ) · Datenstand 02.09.2026

68,0 mm

Niederschlag maximal

Mittel 45,76 mm

6 h

Dauerstufe

Bewertungsfenster

SRI 7

außergewöhnlicher Starkregen

Maximum, KOSTRA · Mittel 3

165,5 km²

Ereignisfläche

flächentreu (LAEA)

> 100 a

Wiederkehrzeit maximal

KOSTRA-DWD-2020

Daten und Nachweis: Kenndaten (CSV) Ereignisfläche (GeoJSON) Ereignisbericht (PDF) DWD-Daten unter CC BY 4.0, unverändert, mit Quellenvermerk. Alle Ereignisse in Havelaue

Ereigniszone und Niederschlagsmaximum

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Rote Fläche: Ereigniszone aus dem DWD-Katalog (Rasterzellen über der Starkregenschwelle in der Dauerstufe). Punkt: Rasterzelle des Niederschlagsmaximums (52.7138° N, 12.2585° O). Kartenhintergrund TopPlusOpen © BKG (dl-de/by-2-0), Grenzen VG250 © GeoBasis-DE / BKG.

  • Zuordnung: Die Gemeindezuordnung bezieht sich auf die 1-km-Rasterzelle des Niederschlagsmaximums (Havelaue) – nicht auf das gesamte Gemeindegebiet.
  • Fläche: Die Ereignisfläche kann über Gemeinde-, Kreis- und Staatsgrenzen hinausreichen – hier liegen 100 % der Fläche in Deutschland.
  • Charakter: CatRaRE ist ein rückblickender Ereigniskatalog aus Radardaten – keine Live-Warnung und keine Starkregengefahrenkarte.

Zeitpunkt und Identität

Zeiten in Ortszeit (Europe/Berlin), im Katalog in UTC geführt.

Beginn
12.08.2002 05:50 Uhr MESZ
Ende
12.08.2002 11:50 Uhr MESZ
Dauerstufe
6 h
Katalogschlüssel
W3_Eta_001765
Ereignis-ID
1.765
Katalogversion
W3_Eta_v2026_01

Lage und Verwaltung

Die Zuordnung gilt für die 1-km-Rasterzelle des Niederschlagsmaximums (RRmax), nicht für die gesamte Ereignisfläche.

Gemeinde am Maximum
Gemeinde Havelaue
Landkreis am Maximum
Landkreis Havelland
Bundesland am Maximum
Brandenburg
Staat am Maximum
Deutschland
Amtlicher Gemeindeschlüssel
12063134
Maximum in Deutschland
ja
Rasterspalte (x)
601
Rasterzeile (y)
751
Ostwert (projiziert)
158.038 m
Nordwert (projiziert)
-4.007.145 m

Ereigniszone

Die Ereigniszone ist die zusammenhängende Fläche aller Rasterzellen, die die Starkregenschwelle in der Dauerstufe überschritten haben.

Ereignisfläche
165,5 km²
Rasterzellen
178
Rasterzellen in Deutschland
178
Flächenanteil in Deutschland
100 %

Niederschlag, Extremität, Wiederkehrzeit und Starkregenindex

Wiederkehrzeiten und Starkregenindex liegen in zwei Varianten vor: mit Koeffizienten aus RADKLIM (radarbasiert) und aus KOSTRA-DWD-2020 (amtliche Bemessungsstatistik). Der Monitor führt die KOSTRA-Variante als Hauptwert.

Maximaler Niederschlag
68 mm
Mittlerer Niederschlag
45,76 mm
Extremität (Eta)
9,41
Max. Wiederkehrzeit (KOSTRA)
über 100 Jahre
Mittlere Wiederkehrzeit (KOSTRA)
ca. 14 Jahre
Max. Wiederkehrzeit (RADKLIM)
über 100 Jahre
Mittlere Wiederkehrzeit (RADKLIM)
ca. 18 Jahre
Max. Starkregenindex (KOSTRA)
7
Mittlerer Starkregenindex (KOSTRA)
3
Max. Starkregenindex (RADKLIM)
7
Mittlerer Starkregenindex (RADKLIM)
4
Maximum über 4-facher 100-Jahres-Summe
nein

Wetterlage und Vorregen

Die Wetterlagenklasse stammt aus der objektiven Klassifikation des DWD; der Vorregenindex beschreibt, wie feucht der Boden vor dem Ereignis war (Zeiß-Index über 21 bzw. 30 Tage).

Wetterlage am Beginn
Anströmung aus Nordwest, antizyklonal in 950 hPa, zyklonal in 500 hPa, feucht (NWAZF)
Wetterlagenklasse (Nr.) am Beginn
20
Wetterlage am Ende
Anströmung aus Nordwest, antizyklonal in 950 hPa, zyklonal in 500 hPa, feucht (NWAZF)
Wetterlagenklasse (Nr.) am Ende
20
Vorregenindex 21 Tage (Maximumszelle)
15 mm
Vorregenindex 21 Tage (Minimum)
12,3 mm
Vorregenindex 21 Tage (Mittel)
15 mm
Vorregenindex 21 Tage (Maximum)
20,4 mm
Vorregenindex 30 Tage (Maximumszelle)
33,7 mm
Vorregenindex 30 Tage (Minimum)
29,3 mm
Vorregenindex 30 Tage (Mittel)
35,2 mm
Vorregenindex 30 Tage (Maximum)
42,8 mm

Bevölkerung, Siedlung und Versiegelung

Bevölkerungszahlen stammen je nach Ereignisjahr aus den Zensus-Rastern 2011 bzw. 2022 (Deutschland) und den GEOSTAT-Rastern (gesamte Zone). Siedlungs- und Versiegelungsgrad kommen aus Copernicus-Rastern.

Einwohner im deutschen Teil der Zone
3.362
Bevölkerungsdichte (deutscher Teil)
20,3 Einw./km²
Einwohner in der Ereigniszone
3.321
Bevölkerungsdichte (Zone)
20,1 Einw./km²
Einwohner in der Maximumszelle
0
Siedlungsgrad der Zone
0,7 %
Siedlungsgrad der Maximumszelle
2,5 %
Höchster Siedlungsgrad (100 m)
70,2 %
Versiegelungsgrad der Zone
0,7 %
Versiegelungsgrad der Maximumszelle
1,5 %
Höchster Versiegelungsgrad (100 m)
93 %

Landnutzung und Topografie

Landnutzung nach CORINE Land Cover, Höhen aus dem SRTM-Modell, Geländeposition (TPI) aus dem 50-m-Geländemodell des BKG – nur für Deutschland.

Vorherrschende Landnutzung
Nicht bewässertes Ackerland (211)
Landnutzung an der Maximumszelle
Nicht bewässertes Ackerland (211)
Höhe der Maximumszelle
25,1 m
Tiefster Punkt der Zone
8 m
Mittlere Höhe der Zone
29,2 m
Höchster Punkt der Zone
72 m
Geländeposition der Maximumszelle
-0,1 m
Geländeposition (Minimum)
-17 m
Geländeposition (Mittel)
0 m
Geländeposition (Maximum)
34,6 m

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Quellen, Lizenz und Grenzen

Datenbasis: Deutscher Wetterdienst (DWD), CatRaRE W3 Eta v2026.01, auf Basis von RADKLIM-RW und KOSTRA-DWD-2020; eigene Aufbereitung durch starkregen.de / Spekter GmbH. Lizenz: CC BY 4.0.

Die Kennwerte sind die unveränderten Werte des DWD-Katalogs; starkregen.de bereitet sie auf, formatiert und erklärt sie. Sie sind eine statistische Einordnung aus Radardaten und ersetzen keine Vor-Ort-Messung, kein Gutachten und keine amtliche Warnung. Wie der Katalog entsteht, was Dauerstufe, Wiederkehrzeit und Starkregenindex bedeuten und wo die Aussage endet: Methodik des Starkregen-Monitors.