Ereignis W3_Eta_001220 · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01

Starkregenereignis in Michelstadt am 16. Juli 2002

Zwischen dem 16. Juli 2002 um 05:50 Uhr und dem 18. Juli 2002 um 05:50 Uhr wurde ein Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Michelstadt dokumentiert. Innerhalb von 48 Stunden fielen maximal 147,9 mm Niederschlag, im Mittel über die Ereignisfläche 75,45 mm. Das Ereignis erreichte einen maximalen Starkregenindex von 7 (außergewöhnlicher Starkregen) und umfasste rund 11.096 km². Die statistische Wiederkehrzeit des Maximums liegt nach KOSTRA-DWD-2020 bei über 100 Jahren.

Landkreis Odenwaldkreis, Hessen · Beginn 16. Juli 2002 um 05:50 Uhr (MESZ) · Ende 18. Juli 2002 um 05:50 Uhr (MESZ) · Datenstand 02.09.2026

147,9 mm

Niederschlag maximal

Mittel 75,45 mm

48 h

Dauerstufe

Bewertungsfenster

SRI 7

außergewöhnlicher Starkregen

Maximum, KOSTRA · Mittel 2

11.096 km²

Ereignisfläche

flächentreu (LAEA)

> 100 a

Wiederkehrzeit maximal

KOSTRA-DWD-2020

Daten und Nachweis: Kenndaten (CSV) Ereignisfläche (GeoJSON) Ereignisbericht (PDF) DWD-Daten unter CC BY 4.0, unverändert, mit Quellenvermerk. Alle Ereignisse in Michelstadt

Ereigniszone und Niederschlagsmaximum

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Rote Fläche: Ereigniszone aus dem DWD-Katalog (Rasterzellen über der Starkregenschwelle in der Dauerstufe). Punkt: Rasterzelle des Niederschlagsmaximums (49.6486° N, 9.0691° O). Kartenhintergrund TopPlusOpen © BKG (dl-de/by-2-0), Grenzen VG250 © GeoBasis-DE / BKG.

  • Zuordnung: Die Gemeindezuordnung bezieht sich auf die 1-km-Rasterzelle des Niederschlagsmaximums (Michelstadt) – nicht auf das gesamte Gemeindegebiet.
  • Fläche: Die Ereignisfläche kann über Gemeinde-, Kreis- und Staatsgrenzen hinausreichen – hier liegen 95,9 % der Fläche in Deutschland.
  • Charakter: CatRaRE ist ein rückblickender Ereigniskatalog aus Radardaten – keine Live-Warnung und keine Starkregengefahrenkarte.

Zeitpunkt und Identität

Zeiten in Ortszeit (Europe/Berlin), im Katalog in UTC geführt.

Beginn
16.07.2002 05:50 Uhr MESZ
Ende
18.07.2002 05:50 Uhr MESZ
Dauerstufe
48 h
Katalogschlüssel
W3_Eta_001220
Ereignis-ID
1.220
Katalogversion
W3_Eta_v2026_01

Lage und Verwaltung

Die Zuordnung gilt für die 1-km-Rasterzelle des Niederschlagsmaximums (RRmax), nicht für die gesamte Ereignisfläche.

Gemeinde am Maximum
Stadt Michelstadt
Landkreis am Maximum
Landkreis Odenwaldkreis
Bundesland am Maximum
Hessen
Staat am Maximum
Deutschland
Amtlicher Gemeindeschlüssel
06437011
Maximum in Deutschland
ja
Rasterspalte (x)
372
Rasterzeile (y)
391
Ostwert (projiziert)
-70.962 m
Nordwert (projiziert)
-4.367.145 m

Ereigniszone

Die Ereigniszone ist die zusammenhängende Fläche aller Rasterzellen, die die Starkregenschwelle in der Dauerstufe überschritten haben.

Ereignisfläche
11.096 km²
Rasterzellen
12.451
Rasterzellen in Deutschland
11.941
Flächenanteil in Deutschland
95,9 %

Niederschlag, Extremität, Wiederkehrzeit und Starkregenindex

Wiederkehrzeiten und Starkregenindex liegen in zwei Varianten vor: mit Koeffizienten aus RADKLIM (radarbasiert) und aus KOSTRA-DWD-2020 (amtliche Bemessungsstatistik). Der Monitor führt die KOSTRA-Variante als Hauptwert.

Maximaler Niederschlag
147,9 mm
Mittlerer Niederschlag
75,45 mm
Extremität (Eta)
63,39
Max. Wiederkehrzeit (KOSTRA)
über 100 Jahre
Mittlere Wiederkehrzeit (KOSTRA)
ca. 8 Jahre
Max. Wiederkehrzeit (RADKLIM)
über 100 Jahre
Mittlere Wiederkehrzeit (RADKLIM)
ca. 10 Jahre
Max. Starkregenindex (KOSTRA)
7
Mittlerer Starkregenindex (KOSTRA)
2
Max. Starkregenindex (RADKLIM)
7
Mittlerer Starkregenindex (RADKLIM)
3
Maximum über 4-facher 100-Jahres-Summe
nein

Wetterlage und Vorregen

Die Wetterlagenklasse stammt aus der objektiven Klassifikation des DWD; der Vorregenindex beschreibt, wie feucht der Boden vor dem Ereignis war (Zeiß-Index über 21 bzw. 30 Tage).

Wetterlage am Beginn
keine vorherrschende Anströmrichtung, zyklonal in 950 hPa, zyklonal in 500 hPa, feucht (XXZZF)
Wetterlagenklasse (Nr.) am Beginn
36
Wetterlage am Ende
keine vorherrschende Anströmrichtung, zyklonal in 950 hPa, zyklonal in 500 hPa, feucht (XXZZF)
Wetterlagenklasse (Nr.) am Ende
36
Vorregenindex 21 Tage (Maximumszelle)
12 mm
Vorregenindex 21 Tage (Minimum)
4,4 mm
Vorregenindex 21 Tage (Mittel)
13,8 mm
Vorregenindex 21 Tage (Maximum)
34 mm
Vorregenindex 30 Tage (Maximumszelle)
21,7 mm
Vorregenindex 30 Tage (Minimum)
8,7 mm
Vorregenindex 30 Tage (Mittel)
24,1 mm
Vorregenindex 30 Tage (Maximum)
55,6 mm

Bevölkerung, Siedlung und Versiegelung

Bevölkerungszahlen stammen je nach Ereignisjahr aus den Zensus-Rastern 2011 bzw. 2022 (Deutschland) und den GEOSTAT-Rastern (gesamte Zone). Siedlungs- und Versiegelungsgrad kommen aus Copernicus-Rastern.

Einwohner im deutschen Teil der Zone
4.233.220
Bevölkerungsdichte (deutscher Teil)
381,5 Einw./km²
Einwohner in der Ereigniszone
4.223.524
Bevölkerungsdichte (Zone)
380,6 Einw./km²
Einwohner in der Maximumszelle
4
Siedlungsgrad der Zone
4,8 %
Siedlungsgrad der Maximumszelle
0,5 %
Höchster Siedlungsgrad (100 m)
100 %
Versiegelungsgrad der Zone
6,3 %
Versiegelungsgrad der Maximumszelle
0,3 %
Höchster Versiegelungsgrad (100 m)
100 %

Landnutzung und Topografie

Landnutzung nach CORINE Land Cover, Höhen aus dem SRTM-Modell, Geländeposition (TPI) aus dem 50-m-Geländemodell des BKG – nur für Deutschland.

Vorherrschende Landnutzung
Nicht bewässertes Ackerland (211)
Landnutzung an der Maximumszelle
Komplexe Parzellenstrukturen (242)
Höhe der Maximumszelle
522,2 m
Tiefster Punkt der Zone
26 m
Mittlere Höhe der Zone
254,6 m
Höchster Punkt der Zone
1.119 m
Geländeposition der Maximumszelle
42,6 m
Geländeposition (Minimum)
-199,9 m
Geländeposition (Mittel)
0 m
Geländeposition (Maximum)
296,5 m

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Quellen, Lizenz und Grenzen

Datenbasis: Deutscher Wetterdienst (DWD), CatRaRE W3 Eta v2026.01, auf Basis von RADKLIM-RW und KOSTRA-DWD-2020; eigene Aufbereitung durch starkregen.de / Spekter GmbH. Lizenz: CC BY 4.0.

Die Kennwerte sind die unveränderten Werte des DWD-Katalogs; starkregen.de bereitet sie auf, formatiert und erklärt sie. Sie sind eine statistische Einordnung aus Radardaten und ersetzen keine Vor-Ort-Messung, kein Gutachten und keine amtliche Warnung. Wie der Katalog entsteht, was Dauerstufe, Wiederkehrzeit und Starkregenindex bedeuten und wo die Aussage endet: Methodik des Starkregen-Monitors.