Amtliche Daten von DWD, BKG und Destatis

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Neunkirchen a.Brand

Neunkirchen a.Brand ist eine Kleinstadt in Bayern und liegt auf rund 315 m ü. NN in einer süddeutschen, alpennahen Region. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Brandbach, unmittelbar im Ortsbereich.

Amtliche Warnlage für den Landkreis Forchheim

Keine Warnung vor Starkregen, Dauerregen oder Gewitter.

Stand 08:39 Uhr, Deutscher Wetterdienst

45,8 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

29,3 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

100,7 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

64,3 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Neunkirchen a.Brand · örtliche Unsicherheit ±25 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Neunkirchen a.Brand

Im CatRaRE-Katalog (W3 Eta v2026.01) ist seit 2001 kein Ereignis mit Niederschlagsmaximum in dieser Gemeinde verzeichnet. Das ist kein Beleg dafür, dass es hier keinen Starkregen gab: Der Katalog ordnet jedes Ereignis genau einer 1-km-Rasterzelle zu – lag der Schwerpunkt im Nachbarort, erscheint es dort, auch wenn die Ereignisfläche Neunkirchen a.Brand einschloss.

Starkregen und Überflutung in Neunkirchen a.Brand

Brandbach mitten im Ort, das Gelände fällt 242 Meter.

Bei konvektivem Starkregen besteht erhöhtes Sturzflutpotenzial entlang von Hanglagen und Tiefpunkten. Überflutungen entstehen hier durch Kanalüberstau und ausufernde Gewässer gleichermaßen.

Ortszentrum
315 m ü. NN
Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis
242 m
Gebäude mit Wohnraum
2.592
Kartenausschnitt Neunkirchen a.Brand mit Gewässern Neunkirchen a.Brand
© GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Wo Starkregen in Neunkirchen a.Brand zum Problem wird.

So viel Regen ist in Neunkirchen a.Brand statistisch möglich

1 Stunde, alle 10 Jahre
29,3 mm
1 Stunde, alle 100 Jahre
45,8 mm
24 Stunden, alle 10 Jahre
64,3 mm
24 Stunden, alle 100 Jahre
100,7 mm
KOSTRA-DWD-2020, Rasterfeld Neunkirchen a.Brand, örtliche Unsicherheit ±25 %

Starkregen in Neunkirchen a.Brand

Neunkirchen a.Brand liegt in einer süddeutschen, alpennahen Region – einer der konvektionsreichsten Gegenden Deutschlands. Sommerliche Wärmegewitter erreichen hier überdurchschnittlich hohe Intensitäten. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem 100-jährlichen Ereignis rund 45,8 mm in einer Stunde möglich – Werte, die zu den höchsten unter deutschen Kommunen zählen.

Was „100-jährlich“ bedeutet
Geländeschummerung von Neunkirchen a.Brand Neunkirchen a.Brand
Gelände und Gewässer: Schummerung DGM1 © LDBV Bayern, CC BY 4.0; Gewässer aus basemap.de

Hochwasser in Neunkirchen a.Brand

Hochwasser ist im alpennahen Süden Deutschlands, wo auch Neunkirchen a.Brand liegt, ein wiederkehrendes Thema: Alpines Schmelzwasser und intensive Dauerregenlagen können Flüsse rasch anschwellen lassen. Wie stark ein konkretes Grundstück betroffen ist, hängt von der Nähe zu Gewässern und deren Ausbauzustand ab.

Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete Bayern (IÜG)
Kartenausschnitt Neunkirchen a.Brand mit Gewässern Neunkirchen a.Brand
Schematisch aus dem Geländemodell: Senken füllen sich, die Gewässer steigen. Keine hydraulische Simulation. Karte © GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0, Gelände DGM1 © LDBV Bayern, CC BY 4.0

Überflutungsrisiko in Neunkirchen a.Brand

In Neunkirchen a.Brand treffen intensive, kurze Starkregenereignisse häufig auf eng bebaute Ortskerne mit begrenzter Versickerungsfläche. Wenn die Kanalisation die Wassermassen nicht schnell genug ableiten kann, tritt Wasser an die Oberfläche – ein Muster, das die lokalen Starkregengefahrenkarten sichtbar machen.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 242 m – ausgeprägtes Gefälle: bei konvektivem Starkregen besteht erhöhtes Sturzflutpotenzial entlang von Hanglagen und Tiefpunkten (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Neunkirchen a.Brand rund 2.592 Gebäude mit Wohnraum und 3.772 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Zur Starkregengefahrenkarte

Jahresniederschlag, Mittel 1991 bis 2020

Neunkirchen a.Brand
823,0 mm
Deutschland
791 mm

4 → 5 Starkregentage pro Jahr, 1961–1990 gegenüber 1991–2020

DWD-Referenzwerte, 1-km-Raster

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Der Klimawandel verstärkt im süddeutschen Raum, zu dem auch Neunkirchen a.Brand zählt, beide Extreme: Die Zahl der Tage mit Starkregenpotenzial steigt, gleichzeitig nehmen Hitze- und Trockenperioden zu. Ausgetrocknete Böden nehmen bei plötzlichem Starkregen weniger Wasser auf – und rund 45 % der Menge eines 100-jährlichen Tagesniederschlags können hier in einer Stunde fallen.

Zu den DWD-Referenzwerten für Neunkirchen a.Brand

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Neunkirchen a.Brand statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Neunkirchen a.Brand für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 45,8 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 45,8 Litern pro Quadratmeter.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Neunkirchen a.Brand in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min10,719,524,326,930,5
30 min13,324,230,233,337,8
1 h16,129,336,640,445,8
2 h19,235,043,848,354,8
6 h25,346,057,563,472,0
12 h29,954,468,075,185,2
1 d35,364,380,488,8100,7

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Neunkirchen a.Brand; örtliche Unsicherheit ±25 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge

Starkregengefahrenkarte Neunkirchen a.Brand

Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Neunkirchen a.Brand fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.

Ob Neunkirchen a.Brand eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).

Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Neunkirchen a.Brand

823,0 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Hetzles (2 km entfernt), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

4 → 5

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Neunkirchen a.Brand erreicht im Mittel 823,0 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Hetzles (2 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit über dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 4 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 5 Tage (1991–2020) gestiegen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Neunkirchen a.Brand – FAQ

Wie oft kommt es in Neunkirchen a.Brand zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Neunkirchen a.Brand zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 45,8 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können. Mehr dazu im Ratgeber: Was heißt „100-jährliches Ereignis“?

Wie viel Regen fällt in Neunkirchen a.Brand bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Neunkirchen a.Brand bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 45,8 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 100,7 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 29,3 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen-Warnstufen des DWD verstehen

Ist Neunkirchen a.Brand hochwassergefährdet?+

Ob Neunkirchen a.Brand konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Bayern zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen vs. Hochwasser: der Unterschied

Wie kann ich mich in Neunkirchen a.Brand vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Privatpersonen nutzen dafür die kostenlose Starkregen-App mit ortsbezogenen Frühwarnungen für Neunkirchen a.Brand und Umgebung. Kommunen, Landkreise und Unternehmen können ein Erstgespräch zum Flutwarnsystem anfragen. Mehr dazu im Ratgeber: Haus vor Starkregen schützen: bauliche Vorsorge

Wie kann Neunkirchen a.Brand ein Frühwarnsystem einführen?+

Kommunen, Landkreise und Unternehmen können das Flutwarnsystem in einem unverbindlichen Erstgespräch kennenlernen. Wir besprechen Anbindung, Kosten und mögliche Fördermöglichkeiten für Neunkirchen a.Brand.

Ratgeber · Vorsorge, Versicherung & Verhalten

Starkregen-Wissen zum Nachlesen

Flutwarnsystem · bundesweit

Frühwarnung für Neunkirchen a.Brand – bevor das Wasser kommt

Neunkirchen a.Brand nutzt bereits das Starkregen Frühalarmsystem (FAS). Das bundesweite Flutwarnsystem ist ein eigenständiges, ergänzendes System: Es verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem Lagebild über die Gemeindegrenzen hinaus – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen über die Starkregen-App.

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