Sachsen-Anhalt · Bisdorfer Röthe · ca. 1.149 Einwohner · AGS 15089045
Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Borne
Borne ist eine Gemeinde in Sachsen-Anhalt und liegt auf rund 93 m ü. NN in einer norddeutschen Tiefebene. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Bisdorfer Röthe, unmittelbar im Ortsbereich. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.
Datenstand: 11. August 2026 · Quellen: DWD (KOSTRA-2020, CatRaRE, WarnWetter), BKG, Destatis – Methodik
46,8 mm
Extremregen in 1 h
100-jährliches Ereignis
29,0 mm
Starkregen in 1 h
10-jährliches Ereignis
87,2 mm
Extremregen in 24 h
100-jährliches Ereignis
54,1 mm
Dauerregen in 24 h
10-jährliches Ereignis
Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Borne · örtliche Unsicherheit ±24 %
Ereigniskatalog · DWD CatRaRE v2026.01
Dokumentierte Starkregenereignisse in Borne
Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Borne verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 1 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2003–2003); das stärkste erreichte 21,3 mm in 1 h am 22. Juli 2003 (SRI 2).
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22. Juli 2003
21,3 mm in 1 h
SRI 2 · Starkregen
Quelle: DWD Open Data, CatRaRE T5 Eta v2026.01, radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.
Starkregen in Borne
Die Tiefebene rund um Borne ist überwiegend durch landwirtschaftliche Flächen und ein engmaschiges Grabennetz geprägt. Bei einem 100-jährlichen Starkregenereignis sind nach KOSTRA-DWD-2020 rund 87,2 mm Niederschlag innerhalb von 24 Stunden möglich – eine Menge, die Gräben und Kanalisation gleichermaßen überlasten kann.
Kostenlos & unverbindlich · So funktioniert das Frühalarmsystem
Hochwasser in Borne
Hochwasser in und um Borne entsteht überwiegend durch Dauerregen oder Schneeschmelze, die größere Fließgewässer der Region über längere Zeiträume ansteigen lassen. Anders als bei Sturzfluten in Mittelgebirgslagen bleibt hier meist mehr Vorwarnzeit – ein Vorteil, den ein Frühalarmsystem zusätzlich verlängern kann.
Live-Wasserstand am nächstgelegenen Bundeswasserstraßen-Pegel Schönebeck (Elbe, 15,4 km): 51 cm (Stand 22:30 Uhr; PEGELONLINE/WSV).
Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt
Überflutungsrisiko in Borne
Überflutungsschwerpunkte in Borne liegen typischerweise an tiefliegenden Straßenzügen, Unterführungen und in Bereichen mit hohem Grundwasserstand. Starkregengefahrenkarten machen sichtbar, welche Flächen bei einem seltenen oder extremen Regenereignis betroffen wären – eine Grundlage für vorausschauenden Objektschutz.
Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 46 m – flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer (BKG DGM200).
Nach Zensus 2022 umfasst Borne rund 494 Gebäude mit Wohnraum und 636 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.
Starkregen-Auskunftssystem · straßenscharfe Überflutungstiefen
Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter
In der Region um Borne verschärft der Klimawandel beide Extreme: längere Trockenperioden, die Böden und Grundwasser belasten, sowie intensivere Starkregenereignisse im Sommer. Ausgetrocknete Böden nehmen plötzlichen Starkregen schlechter auf – und rund 54 % der Menge eines 100-jährlichen Tagesniederschlags können hier innerhalb einer Stunde fallen.
Amtliche Bemessungsdaten
Wie viel Regen ist in Borne statistisch möglich?
Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Borne für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 46,8 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 46,8 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.
Alle Werte in mm Niederschlagshöhe
| Dauer | alle 1 Jahr | alle 10 Jahre | alle 30 Jahre | alle 50 Jahre | alle 100 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| 15 min | 10,1 | 19,9 | 25,2 | 28,0 | 32,0 |
| 30 min | 12,5 | 24,4 | 31,1 | 34,5 | 39,5 |
| 1 h | 14,8 | 29,0 | 36,9 | 40,9 | 46,8 |
| 2 h | 17,2 | 33,7 | 42,8 | 47,5 | 54,3 |
| 6 h | 21,3 | 41,8 | 53,1 | 59,0 | 67,4 |
| 12 h | 24,3 | 47,6 | 60,5 | 67,2 | 76,7 |
| 1 d | 27,6 | 54,1 | 68,7 | 76,3 | 87,2 |
Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Borne; örtliche Unsicherheit ±24 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.
Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge
Starkregengefahrenkarte Borne
Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Borne fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.
Ob Borne eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).
Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.
Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte
Niederschlagsklima in Borne
448,8 mm
Mittlerer Jahresniederschlag
DWD-Station Atzendorf (Marbeschacht) (4 km entfernt), 1991–2020
791 mm
Deutschlandmittel zum Vergleich
DWD, 1991–2020
3 → 3
Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)
1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster
Borne erreicht im Mittel 448,8 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Atzendorf (Marbeschacht) (4 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit deutlich unter dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Borne zuletzt dokumentiert am 22. Juli 2003 mit 21,3 mm in 1 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) liegt in beiden Referenzperioden bei im Mittel 3 Tagen pro Jahr. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.
Häufige Fragen
Starkregen & Hochwasser in Borne – FAQ
Wie oft kommt es in Borne zu Starkregen?
Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Borne zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 46,8 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können.
Wie viel Regen fällt in Borne bei einem 100-jährlichen Starkregen?
Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Borne bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 46,8 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 87,2 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 29,0 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können.
Ist Borne hochwassergefährdet?
Ob Borne konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Sachsen-Anhalt zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern.
Wie kann ich mich in Borne vor Überflutung schützen?
Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Borne und Umgebung.
Wann gab es zuletzt Starkregen in Borne?
Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Borne am 22. Juli 2003 (21,3 mm in 1 h, Starkregen). Insgesamt sind seit 2003 1 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 21,3 mm in 1 h am 22. Juli 2003 (SRI 2).
Für Kommunen · Sachsen-Anhalt
Was Borne als Kommune leisten muss
Auch in Sachsen-Anhalt ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Borne zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.
Unverbindlich · wir klären Fördermöglichkeiten in Sachsen-Anhalt und den nächsten Schritt.
Flutwarnsystem · bundesweit
Frühwarnung für Borne – bevor das Wasser kommt
Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen über die Starkregen-App.
Kostenlos & unverbindlich
Antwort innerhalb eines Werktags