Niedersachsen · Nadamer Bach · ca. 9.356 Einwohner · AGS 03453006

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Essen (Oldenburg)

Essen (Oldenburg) ist eine Kleinstadt in Niedersachsen und liegt auf rund 26 m ü. NN in einer norddeutschen Tiefebene. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Nadamer Bach, unmittelbar im Ortsbereich. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.

Datenstand: 2. September 2026 · Quellen: DWD (KOSTRA-2020, CatRaRE, WarnWetter), BKG, Destatis – Methodik

44,8 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

28,1 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

104,4 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

65,5 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Essen (Oldenburg) · örtliche Unsicherheit ±27 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Essen (Oldenburg)

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Essen (Oldenburg) verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 5 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2014–2021); das stärkste erreichte 49,6 mm in 2 h am 5. Juni 2021 (SRI 6). Die Zuordnung gilt für die Rasterzelle des Niederschlagsmaximums – nicht für das gesamte Gemeindegebiet.

  1. 5. Juni 2021jüngstesstärkstes

    49,6 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 65 Jahre · betroffene Fläche 45 km²

    SRI 6 · außergewöhnlicher Starkregen
  2. 14. August 2020

    37,6 mm in 3 h

    Wiederkehrzeit ca. 10 Jahre · betroffene Fläche 13 km²

    SRI 2 · Starkregen
  3. 24. Juli 2017

    58,6 mm in 24 h

    Wiederkehrzeit ca. 6 Jahre · betroffene Fläche 146 km²

    SRI 2 · Starkregen
  4. 22. Juli 2017

    32,7 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 20 Jahre · betroffene Fläche 25 km²

    SRI 4 · intensiver Starkregen
  5. 21. Juli 2014

    63,4 mm in 9 h

    Wiederkehrzeit ca. 28 Jahre · betroffene Fläche 2277 km²

    SRI 4 · intensiver Starkregen

Quelle: DWD Open Data, CatRaRE W3 Eta v2026.01 (CC BY 4.0), radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.

Starkregen in Essen (Oldenburg)

Starkregen in Essen (Oldenburg) entsteht überwiegend durch sommerliche Wärmegewitter, die sich über dem flachen Umland aufbauen. Weil die Region kaum natürliches Gefälle bietet, bleibt Regenwasser oft länger stehen als in hügeligem Gelände. Bereits ein 10-jährliches Ereignis bringt laut KOSTRA-DWD-2020 etwa 28,1 mm in einer Stunde – genug für vollgelaufene Keller und Unterführungen.

Hochwasser in Essen (Oldenburg)

In der Tiefebene um Essen (Oldenburg) steigen Flüsse und Bäche bei Dauerregen oder Schneeschmelze meist langsamer, dafür aber langanhaltender an als in bergigem Gelände. Betroffen sind vor allem Auenlagen entlang größerer Gewässer sowie Gebiete mit hohem Grundwasserstand. Die genaue Gefährdung lässt sich über die Hochwassergefahrenkarten des jeweiligen Bundeslandes prüfen.

Überflutungsrisiko in Essen (Oldenburg)

In und um Essen (Oldenburg) sammelt sich Regenwasser bei Starkregen bevorzugt in natürlichen und künstlichen Senken sowie an Kanalisationstiefpunkten, da die Region kaum natürliches Gefälle bietet. Gräben und Vorfluter können bei extremen Ereignissen schnell überlastet sein, was zu länger anhaltenden Überflutungen führt.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 14 m – flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Essen (Oldenburg) rund 2.765 Gebäude mit Wohnraum und 3.750 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Gefahrenkarte für Essen (Oldenburg) ansehen

Starkregen-Auskunftssystem · straßenscharfe Überflutungstiefen

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

In der Region um Essen (Oldenburg) verschärft der Klimawandel beide Extreme: längere Trockenperioden, die Böden und Grundwasser belasten, sowie intensivere Starkregenereignisse im Sommer. Ausgetrocknete Böden nehmen plötzlichen Starkregen schlechter auf – und rund 43 % der Menge eines 100-jährlichen Tagesniederschlags können hier innerhalb einer Stunde fallen.

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Essen (Oldenburg) statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Essen (Oldenburg) für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 44,8 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 44,8 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Essen (Oldenburg) in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min9,718,523,325,829,4
30 min12,123,029,032,236,6
1 h14,828,135,539,344,8
2 h17,934,042,947,554,2
6 h24,045,657,563,772,6
12 h28,854,769,076,487,1
1 d34,665,582,791,6104,4

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Essen (Oldenburg); örtliche Unsicherheit ±27 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge

Starkregengefahrenkarte Essen (Oldenburg)

Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Essen (Oldenburg) fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.

Ob Essen (Oldenburg) eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).

Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Essen (Oldenburg)

771,1 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Löningen-Hagel (5 km entfernt), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

4 → 3

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Essen (Oldenburg) erreicht im Mittel 771,1 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Löningen-Hagel (5 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit etwa im Bereich des Deutschlandmittels von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Essen (Oldenburg) zuletzt dokumentiert am 5. Juni 2021 mit 49,6 mm in 2 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 4 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 3 Tage (1991–2020) zurückgegangen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Essen (Oldenburg) – FAQ

Wie oft kommt es in Essen (Oldenburg) zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Essen (Oldenburg) zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 44,8 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können. Mehr dazu im Ratgeber: Was heißt „100-jährliches Ereignis“?

Wie viel Regen fällt in Essen (Oldenburg) bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Essen (Oldenburg) bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 44,8 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 104,4 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 28,1 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen-Warnstufen des DWD verstehen

Ist Essen (Oldenburg) hochwassergefährdet?+

Ob Essen (Oldenburg) konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Niedersachsen zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen vs. Hochwasser: der Unterschied

Wie kann ich mich in Essen (Oldenburg) vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Essen (Oldenburg) und Umgebung. Mehr dazu im Ratgeber: Haus vor Starkregen schützen: bauliche Vorsorge

Wann gab es zuletzt Starkregen in Essen (Oldenburg)?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Essen (Oldenburg) am 5. Juni 2021 (49,6 mm in 2 h, außergewöhnlicher Starkregen). Insgesamt sind seit 2014 5 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 49,6 mm in 2 h am 5. Juni 2021 (SRI 6).

Ratgeber · Vorsorge, Versicherung & Verhalten

Starkregen-Wissen zum Nachlesen

Für Kommunen · Niedersachsen

Was Essen (Oldenburg) als Kommune leisten muss

Auch in Niedersachsen ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Essen (Oldenburg) zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.

Flutwarnsystem · bundesweit

Frühwarnung für Essen (Oldenburg) – bevor das Wasser kommt

Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen über die Starkregen-App.

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