Thüringen · Lutter · ca. 890 Einwohner · AGS 16061041
Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Großbartloff
Großbartloff ist eine Gemeinde in Thüringen und liegt auf rund 273 m ü. NN in einer deutschen Mittelgebirgsregion. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Lutter, unmittelbar im Ortsbereich. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.
Datenstand: 11. August 2026 · Quellen: DWD (KOSTRA-2020, CatRaRE, WarnWetter), BKG, Destatis – Methodik
46,0 mm
Extremregen in 1 h
100-jährliches Ereignis
28,9 mm
Starkregen in 1 h
10-jährliches Ereignis
95,4 mm
Extremregen in 24 h
100-jährliches Ereignis
60,0 mm
Dauerregen in 24 h
10-jährliches Ereignis
Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Großbartloff · örtliche Unsicherheit ±25 %
Starkregen in Großbartloff
Die hügelige Topographie rund um Großbartloff begünstigt lokal begrenzte, aber intensive Starkregenzellen im Sommer. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem 100-jährlichen Ereignis rund 95,4 mm Niederschlag innerhalb von 24 Stunden zu erwarten – Wassermassen, die an Hanglagen zusätzlich Erosion und Schlammabfluss auslösen können.
Kostenlos & unverbindlich · So funktioniert das Frühalarmsystem
Hochwasser in Großbartloff
In hügeligen Regionen wie um Großbartloff führen Dauerregen oder rasche Schneeschmelze regelmäßig zu Hochwasser an kleineren Gewässern. Die kurze Fließzeit vom Oberlauf bis zur Ortslage macht eine frühzeitige Alarmierung besonders wichtig, um Einsatzkräften und Anwohnern Zeit für Schutzmaßnahmen zu verschaffen.
Live-Wasserstand am nächstgelegenen Bundeswasserstraßen-Pegel Heldra (Werra, 13,9 km): 110 cm (Stand 22:30 Uhr; PEGELONLINE/WSV).
Hochwasser-Informationen des Thüringer Landesamts für Umwelt (TLUBN)
Überflutungsrisiko in Großbartloff
Die hügelige Umgebung von Großbartloff bedeutet, dass Starkregenwasser von den Hanglagen in tieferliegende Ortsteile fließt – auch dort, wo kein Bach in der Nähe ist. Starkregengefahrenkarten zeigen straßengenau, welche Fließwege und Einstauhöhen bei extremen Ereignissen zu erwarten sind.
Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 251 m – ausgeprägtes Gefälle: bei konvektivem Starkregen besteht erhöhtes Sturzflutpotenzial entlang von Hanglagen und Tiefpunkten (BKG DGM200).
Nach Zensus 2022 umfasst Großbartloff rund 330 Gebäude mit Wohnraum und 380 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.
Starkregen-Auskunftssystem · straßenscharfe Überflutungstiefen
Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter
Auch in der Mittelgebirgsregion um Großbartloff verschieben sich die Extreme: Trockenperioden setzen Wäldern und Landwirtschaft zu, während konvektive Starkregenlagen an Intensität gewinnen. Das Rasterfeld zeigt diese Prägung deutlich – rund 48 % eines 100-jährlichen Tagesniederschlags können in einer einzigen Stunde niedergehen, mit entsprechend kurzer Vorwarnzeit an Hanglagen.
Amtliche Bemessungsdaten
Wie viel Regen ist in Großbartloff statistisch möglich?
Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Großbartloff für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 46,0 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 46,0 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.
Alle Werte in mm Niederschlagshöhe
| Dauer | alle 1 Jahr | alle 10 Jahre | alle 30 Jahre | alle 50 Jahre | alle 100 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| 15 min | 10,5 | 19,8 | 25,0 | 27,6 | 31,5 |
| 30 min | 12,9 | 24,2 | 30,5 | 33,8 | 38,5 |
| 1 h | 15,4 | 28,9 | 36,5 | 40,4 | 46,0 |
| 2 h | 18,1 | 34,2 | 43,1 | 47,7 | 54,3 |
| 6 h | 23,4 | 44,0 | 55,4 | 61,4 | 69,9 |
| 12 h | 27,3 | 51,4 | 64,8 | 71,7 | 81,7 |
| 1 d | 31,9 | 60,0 | 75,7 | 83,8 | 95,4 |
Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Großbartloff; örtliche Unsicherheit ±25 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.
Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge
Starkregengefahrenkarte Großbartloff
Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Großbartloff fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.
Ob Großbartloff eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).
Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.
Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte
Niederschlagsklima in Großbartloff
813,6 mm
Mittlerer Jahresniederschlag
DWD-Station Effelder (3 km entfernt), 1991–2020
791 mm
Deutschlandmittel zum Vergleich
DWD, 1991–2020
4 → 4
Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)
1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster
Großbartloff erreicht im Mittel 813,6 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Effelder (3 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit etwa im Bereich des Deutschlandmittels von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) liegt in beiden Referenzperioden bei im Mittel 4 Tagen pro Jahr. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.
Häufige Fragen
Starkregen & Hochwasser in Großbartloff – FAQ
Wie oft kommt es in Großbartloff zu Starkregen?
Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Großbartloff zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 46,0 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können.
Wie viel Regen fällt in Großbartloff bei einem 100-jährlichen Starkregen?
Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Großbartloff bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 46,0 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 95,4 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 28,9 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können.
Ist Großbartloff hochwassergefährdet?
Ob Großbartloff konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Thüringen zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern.
Wie kann ich mich in Großbartloff vor Überflutung schützen?
Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Großbartloff und Umgebung.
Für Kommunen · Thüringen
Was Großbartloff als Kommune leisten muss
Auch in Thüringen ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Großbartloff zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.
Unverbindlich · wir klären Fördermöglichkeiten in Thüringen und den nächsten Schritt.
Flutwarnsystem · bundesweit
Frühwarnung für Großbartloff – bevor das Wasser kommt
Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen über die Starkregen-App.
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