Niedersachsen · Burggraben · ca. 48.633 Einwohner · AGS 03359038

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Hansestadt Stade

Hansestadt Stade ist eine Mittelstadt in Niedersachsen und liegt auf rund 11 m ü. NN in einer norddeutschen Tiefebene. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Burggraben, unmittelbar im Ortsbereich. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.

Datenstand: 2. September 2026 · Quellen: DWD (KOSTRA-2020, CatRaRE, WarnWetter), BKG, Destatis – Methodik

35,3 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

23,0 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

88,2 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

57,3 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Hansestadt Stade · örtliche Unsicherheit ±23 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Hansestadt Stade

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Hansestadt Stade verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 4 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2001–2021); das stärkste erreichte 43,6 mm in 1 h am 7. Juli 2012 (SRI 8). Die Zuordnung gilt für die Rasterzelle des Niederschlagsmaximums – nicht für das gesamte Gemeindegebiet.

  1. 29. April 2021jüngstes

    40,3 mm in 9 h

    Wiederkehrzeit ca. 7 Jahre · betroffene Fläche 35 km²

    SRI 2 · Starkregen
  2. 7. Juli 2012stärkstes

    43,6 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 24 km²

    SRI 8 · extremer Starkregen
  3. 27. Juni 2001

    32,9 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 22 Jahre · betroffene Fläche 10 km²

    SRI 4 · intensiver Starkregen
  4. 27. Juni 2001

    50,9 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 90 km²

    SRI 7 · außergewöhnlicher Starkregen

Quelle: DWD Open Data, CatRaRE W3 Eta v2026.01 (CC BY 4.0), radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.

Starkregen in Hansestadt Stade

Die Tiefebene rund um Hansestadt Stade ist überwiegend durch landwirtschaftliche Flächen und ein engmaschiges Grabennetz geprägt. Bei einem 100-jährlichen Starkregenereignis sind nach KOSTRA-DWD-2020 rund 88,2 mm Niederschlag innerhalb von 24 Stunden möglich – eine Menge, die Gräben und Kanalisation gleichermaßen überlasten kann.

Hochwasser in Hansestadt Stade

In der Tiefebene um Hansestadt Stade steigen Flüsse und Bäche bei Dauerregen oder Schneeschmelze meist langsamer, dafür aber langanhaltender an als in bergigem Gelände. Betroffen sind vor allem Auenlagen entlang größerer Gewässer sowie Gebiete mit hohem Grundwasserstand. Die genaue Gefährdung lässt sich über die Hochwassergefahrenkarten des jeweiligen Bundeslandes prüfen.

Überflutungsrisiko in Hansestadt Stade

In und um Hansestadt Stade sammelt sich Regenwasser bei Starkregen bevorzugt in natürlichen und künstlichen Senken sowie an Kanalisationstiefpunkten, da die Region kaum natürliches Gefälle bietet. Gräben und Vorfluter können bei extremen Ereignissen schnell überlastet sein, was zu länger anhaltenden Überflutungen führt.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 35 m – flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Hansestadt Stade rund 13.508 Gebäude mit Wohnraum und 25.118 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Gefahrenkarte für Hansestadt Stade ansehen

Starkregen-Auskunftssystem · straßenscharfe Überflutungstiefen

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

In der Region um Hansestadt Stade verschärft der Klimawandel beide Extreme: längere Trockenperioden, die Böden und Grundwasser belasten, sowie intensivere Starkregenereignisse im Sommer. Ausgetrocknete Böden nehmen plötzlichen Starkregen schlechter auf – und rund 40 % der Menge eines 100-jährlichen Tagesniederschlags können hier innerhalb einer Stunde fallen.

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Hansestadt Stade statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Hansestadt Stade für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 35,3 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 35,3 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Hansestadt Stade in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min8,514,918,420,222,8
30 min10,618,623,025,328,6
1 h13,123,028,431,335,3
2 h16,128,234,938,343,3
6 h22,138,647,852,659,4
12 h26,947,158,364,172,4
1 d32,857,371,078,088,2

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Hansestadt Stade; örtliche Unsicherheit ±23 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge

Starkregengefahrenkarte Hansestadt Stade

Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Hansestadt Stade fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.

Ob Hansestadt Stade eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).

Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Hansestadt Stade

850,0 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Stade (im Ortsgebiet), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

3 → 5

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Hansestadt Stade erreicht im Mittel 850,0 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Stade (im Ortsgebiet), 1991–2020) und liegt damit über dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Hansestadt Stade zuletzt dokumentiert am 29. April 2021 mit 40,3 mm in 9 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 3 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 5 Tage (1991–2020) gestiegen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Hansestadt Stade – FAQ

Wie oft kommt es in Hansestadt Stade zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Hansestadt Stade zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 35,3 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können. Mehr dazu im Ratgeber: Was heißt „100-jährliches Ereignis“?

Wie viel Regen fällt in Hansestadt Stade bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Hansestadt Stade bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 35,3 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 88,2 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 23,0 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen-Warnstufen des DWD verstehen

Ist Hansestadt Stade hochwassergefährdet?+

Ob Hansestadt Stade konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Niedersachsen zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen vs. Hochwasser: der Unterschied

Wie kann ich mich in Hansestadt Stade vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Hansestadt Stade und Umgebung. Mehr dazu im Ratgeber: Haus vor Starkregen schützen: bauliche Vorsorge

Wann gab es zuletzt Starkregen in Hansestadt Stade?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Hansestadt Stade am 29. April 2021 (40,3 mm in 9 h, Starkregen). Insgesamt sind seit 2001 4 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 43,6 mm in 1 h am 7. Juli 2012 (SRI 8).

Ratgeber · Vorsorge, Versicherung & Verhalten

Starkregen-Wissen zum Nachlesen

Für Kommunen · Niedersachsen

Was Hansestadt Stade als Kommune leisten muss

Auch in Niedersachsen ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Hansestadt Stade zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.

Flutwarnsystem · bundesweit

Frühwarnung für Hansestadt Stade – bevor das Wasser kommt

Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen über die Starkregen-App.

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