Bayern · Kirchdorfer Bach · ca. 5.341 Einwohner · AGS 09277128

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Kirchdorf a.Inn

Kirchdorf a.Inn ist eine Kleinstadt in Bayern und liegt auf rund 352 m ü. NN in einer süddeutschen, alpennahen Region. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Kirchdorfer Bach, unmittelbar im Ortsbereich. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.

Datenstand: 17. August 2026 · Quellen: DWD (KOSTRA-2020, CatRaRE, WarnWetter), BKG, Destatis – Methodik

55,2 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

34,5 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

130,5 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

81,6 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Kirchdorf a.Inn · örtliche Unsicherheit ±28 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Kirchdorf a.Inn

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Kirchdorf a.Inn verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 5 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2005–2025); das stärkste erreichte 44,4 mm in 1 h am 28. Mai 2007 (SRI 5).

  1. 26. Juli 2025

    56,2 mm in 3 h

    Wiederkehrzeit ca. 24 Jahre · betroffene Fläche 240 km²

    SRI 4 · intensiver Starkregen
  2. 13. August 2024

    42,9 mm in 3 h

    Wiederkehrzeit ca. 7 Jahre · betroffene Fläche 57 km²

    SRI 2 · Starkregen
  3. 1. Juni 2015

    57,3 mm in 3 h

    Wiederkehrzeit ca. 26 Jahre · betroffene Fläche 174 km²

    SRI 4 · intensiver Starkregen
  4. 28. Mai 2007

    44,4 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 33 Jahre · betroffene Fläche 121 km²

    SRI 5 · außergewöhnlicher Starkregen
  5. 2. September 2005

    36,7 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 6 Jahre · betroffene Fläche 10 km²

    SRI 2 · Starkregen

Quelle: DWD Open Data, CatRaRE T5 Eta v2026.01, radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.

Starkregen in Kirchdorf a.Inn

Starkregen in Kirchdorf a.Inn entsteht überwiegend durch sommerliche Gewitterlagen, die im süddeutschen Raum besonders häufig und intensiv auftreten. Bereits ein statistisch alle 10 Jahre zu erwartendes Ereignis bringt laut KOSTRA-DWD-2020 rund 34,5 mm in einer Stunde – deutlich mehr, als in weiten Teilen Norddeutschlands üblich ist.

Hochwasser in Kirchdorf a.Inn

Im süddeutschen, alpennahen Raum um Kirchdorf a.Inn können Dauerregen und Schneeschmelze aus den Alpen die Pegel von Flüssen und Bächen binnen Stunden deutlich ansteigen lassen. Rückhaltebecken und regulierte Gewässer dämpfen Hochwasserspitzen, ein Restrisiko bei extremen Ereignissen bleibt jedoch – die amtlichen Gefahrenkarten zeigen die genaue Betroffenheit.

Überflutungsrisiko in Kirchdorf a.Inn

In Kirchdorf a.Inn treffen intensive, kurze Starkregenereignisse häufig auf eng bebaute Ortskerne mit begrenzter Versickerungsfläche. Wenn die Kanalisation die Wassermassen nicht schnell genug ableiten kann, tritt Wasser an die Oberfläche – ein Muster, das die lokalen Starkregengefahrenkarten sichtbar machen.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 168 m – ausgeprägtes Gefälle: bei konvektivem Starkregen besteht erhöhtes Sturzflutpotenzial entlang von Hanglagen und Tiefpunkten (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Kirchdorf a.Inn rund 1.881 Gebäude mit Wohnraum und 2.499 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Gefahrenkarte für Kirchdorf a.Inn ansehen

Starkregen-Auskunftssystem · straßenscharfe Überflutungstiefen

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Der Klimawandel verstärkt im süddeutschen Raum, zu dem auch Kirchdorf a.Inn zählt, beide Extreme: Die Zahl der Tage mit Starkregenpotenzial steigt, gleichzeitig nehmen Hitze- und Trockenperioden zu. Ausgetrocknete Böden nehmen bei plötzlichem Starkregen weniger Wasser auf – und rund 42 % der Menge eines 100-jährlichen Tagesniederschlags können hier in einer Stunde fallen.

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Kirchdorf a.Inn statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Kirchdorf a.Inn für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 55,2 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 55,2 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Kirchdorf a.Inn in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min11,722,428,431,535,9
30 min14,628,135,539,444,9
1 h18,034,543,648,455,2
2 h21,841,953,058,767,0
6 h29,456,471,379,190,2
12 h35,467,885,995,2108,6
1 d42,581,6103,2114,4130,5

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Kirchdorf a.Inn; örtliche Unsicherheit ±28 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge

Starkregengefahrenkarte Kirchdorf a.Inn

Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Kirchdorf a.Inn fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.

Ob Kirchdorf a.Inn eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).

Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Kirchdorf a.Inn

900,2 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Simbach/Inn (5 km entfernt), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

7 → 8

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Kirchdorf a.Inn erreicht im Mittel 900,2 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Simbach/Inn (5 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit über dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Kirchdorf a.Inn zuletzt dokumentiert am 26. Juli 2025 mit 56,2 mm in 3 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 7 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 8 Tage (1991–2020) gestiegen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Kirchdorf a.Inn – FAQ

Wie oft kommt es in Kirchdorf a.Inn zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Kirchdorf a.Inn zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 55,2 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können. Mehr dazu im Ratgeber: Was heißt „100-jährliches Ereignis“?

Wie viel Regen fällt in Kirchdorf a.Inn bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Kirchdorf a.Inn bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 55,2 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 130,5 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 34,5 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen-Warnstufen des DWD verstehen

Ist Kirchdorf a.Inn hochwassergefährdet?+

Ob Kirchdorf a.Inn konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Bayern zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen vs. Hochwasser: der Unterschied

Wie kann ich mich in Kirchdorf a.Inn vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Kirchdorf a.Inn und Umgebung. Mehr dazu im Ratgeber: Haus vor Starkregen schützen: bauliche Vorsorge

Wann gab es zuletzt Starkregen in Kirchdorf a.Inn?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Kirchdorf a.Inn am 26. Juli 2025 (56,2 mm in 3 h, intensiver Starkregen). Insgesamt sind seit 2005 5 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 44,4 mm in 1 h am 28. Mai 2007 (SRI 5).

Ratgeber · Vorsorge, Versicherung & Verhalten

Starkregen-Wissen zum Nachlesen

Für Kommunen · Bayern

Was Kirchdorf a.Inn als Kommune leisten muss

Auch in Bayern ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Kirchdorf a.Inn zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.

Flutwarnsystem · bundesweit

Frühwarnung für Kirchdorf a.Inn – bevor das Wasser kommt

Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen über die Starkregen-App.

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