Bayern · Bayerbacher Bach · ca. 3.531 Einwohner · AGS 09278144

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Laberweinting

Laberweinting ist eine Gemeinde in Bayern und liegt in einer süddeutschen, alpennahen Region. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.

48,0 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

108,5 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

30,7 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

355,6

Regenspende 15 min

100-jährlich, l/(s·ha)

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Laberweinting · örtliche Unsicherheit ±27 %

Starkregen in Laberweinting

Laberweinting liegt in einer süddeutschen, alpennahen Region – einer der konvektionsreichsten Gegenden Deutschlands. Sommerliche Wärmegewitter erreichen hier überdurchschnittlich hohe Intensitäten. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem 100-jährlichen Ereignis rund 48,0 mm in einer Stunde möglich – Werte, die zu den höchsten unter deutschen Kommunen zählen.

Hochwasser in Laberweinting

Im süddeutschen, alpennahen Raum um Laberweinting können Dauerregen und Schneeschmelze aus den Alpen die Pegel von Flüssen und Bächen binnen Stunden deutlich ansteigen lassen. Rückhaltebecken und regulierte Gewässer dämpfen Hochwasserspitzen, ein Restrisiko bei extremen Ereignissen bleibt jedoch – die amtlichen Gefahrenkarten zeigen die genaue Betroffenheit.

Nächstgelegenes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Bayerbacher Bach (unmittelbar im Ortsbereich; BKG DLM250).

Live-Wasserstand am nächstgelegenen Bundeswasserstraßen-Pegel Pfatter (Donau, 20,8 km): 303 cm (Stand 23:15 Uhr; PEGELONLINE/WSV).

Überflutungsrisiko in Laberweinting

In Laberweinting treffen intensive, kurze Starkregenereignisse häufig auf eng bebaute Ortskerne mit begrenzter Versickerungsfläche. Wenn die Kanalisation die Wassermassen nicht schnell genug ableiten kann, tritt Wasser an die Oberfläche – ein Muster, das die lokalen Starkregengefahrenkarten sichtbar machen.

Das Ortszentrum liegt auf rund 373 m ü. NN, die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 82 m – bewegtes Gelände: Abflusskonzentration in Senken, Unterführungen und Tallagen ist zu beachten (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Laberweinting rund 1.258 Gebäude mit Wohnraum und 1.474 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Der Klimawandel verstärkt im süddeutschen Raum, zu dem auch Laberweinting zählt, beide Extreme: Die Zahl der Tage mit Starkregenpotenzial steigt, gleichzeitig nehmen Hitze- und Trockenperioden zu. Ausgetrocknete Böden können bei plötzlichem Starkregen weniger Wasser aufnehmen und erhöhen so das Überflutungsrisiko zusätzlich.

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Laberweinting statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Laberweinting für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 48,0 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 48,0 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Laberweinting in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min11,220,425,628,232,0
30 min13,925,331,634,939,6
1 h16,930,738,442,348,0
2 h20,236,946,150,957,7
6 h26,848,961,167,476,5
12 h32,058,272,880,391,1
1 d38,069,386,695,6108,5

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld im Stadtgebiet Laberweinting; örtliche Unsicherheit ±27 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich).

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Laberweinting

693,4 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Geiselhöring (6 km entfernt), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

4 → 5

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Laberweinting erreicht im Mittel 693,4 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Geiselhöring (6 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit unter dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Laberweinting zuletzt dokumentiert am 16. August 2025 mit 42,7 mm in 4 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 4 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 5 Tage (1991–2020) gestiegen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Laberweinting

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Laberweinting verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 16 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2005–2025); das stärkste erreichte 74,3 mm in 2 h am 31. Juli 2008 (SRI 8).

  1. 16. August 2025

    42,7 mm in 4 h

    Wiederkehrzeit ca. 9 Jahre · betroffene Fläche 32 km²

    SRI 2 · Starkregen
  2. 15. Juni 2025

    25,9 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 5 Jahre · betroffene Fläche 20 km²

    SRI 2 · Starkregen
  3. 19. August 2022

    38,1 mm in 6 h

    Wiederkehrzeit ca. 3 Jahre · betroffene Fläche 18 km²

    SRI 2 · Starkregen
  4. 19. Mai 2022

    26,0 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 5 Jahre · betroffene Fläche 9 km²

    SRI 2 · Starkregen
  5. 11. September 2021

    35,9 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 8 Jahre · betroffene Fläche 24 km²

    SRI 2 · Starkregen
  6. 5. Juni 2021

    30,0 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 4 Jahre · betroffene Fläche 10 km²

    SRI 2 · Starkregen
  7. 13. August 2020

    44,0 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 59 Jahre · betroffene Fläche 62 km²

    SRI 6 · außergewöhnlicher Starkregen
  8. 17. Juni 2020

    27,8 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 6 Jahre · betroffene Fläche 9 km²

    SRI 2 · Starkregen
  9. 31. Mai 2011

    37,4 mm in 3 h

    Wiederkehrzeit ca. 6 Jahre · betroffene Fläche 35 km²

    SRI 2 · Starkregen
  10. 16. August 2010

    28,8 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 7 Jahre · betroffene Fläche 16 km²

    SRI 2 · Starkregen
  11. 18. Juli 2009

    60,5 mm in 18 h

    Wiederkehrzeit ca. 7 Jahre · betroffene Fläche 98 km²

    SRI 2 · Starkregen
  12. 2. Juli 2009

    54,0 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 66 Jahre · betroffene Fläche 31 km²

    SRI 6 · außergewöhnlicher Starkregen
  13. 22. Juni 2009

    60,0 mm in 18 h

    Wiederkehrzeit ca. 7 Jahre · betroffene Fläche 247 km²

    SRI 2 · Starkregen
  14. 31. Juli 2008

    74,3 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 74 km²

    SRI 8 · extremer Starkregen
  15. 27. Juli 2006

    37,5 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 11 Jahre · betroffene Fläche 14 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen
  16. 21. August 2005

    33,2 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 14 Jahre · betroffene Fläche 28 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen

Methodik: CatRaRE (Catalogue of Radar-based heavy Rainfall Events, Deutscher Wetterdienst) identifiziert Starkregenereignisse im reprozessierten Radarklimatologie-Datensatz RADKLIM-RW (1×1-km-Raster, stündlich aufsummiert) und nimmt Ereignisse auf, deren Niederschlagshöhe die örtliche 5-jährliche Wiederkehrzeit nach KOSTRA-DWD-2020 überschreitet. Jedes Ereignis wird der Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums zugeordnet; großflächige Wetterlagen mit Schwerpunkt außerhalb des Gemeindegebiets werden dem jeweiligen Schwerpunktort zugerechnet und erscheinen hier nicht – die tatsächliche lokale Betroffenheit kann daher weitere Ereignisse umfassen. Der zwölfstufige Starkregenindex (SRI) klassifiziert die Intensität relativ zur örtlichen Niederschlagsstatistik: SRI 1–2 Starkregen, 3–4 intensiver, 5–7 außergewöhnlicher, 8–12 extremer Starkregen. Quelle: DWD Open Data, CatRaRE T5 Eta v2026.01.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Laberweinting – FAQ

Wie oft kommt es in Laberweinting zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Laberweinting zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 48,0 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können.

Wie viel Regen fällt in Laberweinting bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Laberweinting bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 48,0 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 108,5 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 30,7 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können.

Ist Laberweinting hochwassergefährdet?+

Ob Laberweinting konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Bayern zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern.

Wie kann ich mich in Laberweinting vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Laberweinting und Umgebung.

Wann gab es zuletzt Starkregen in Laberweinting?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Laberweinting am 16. August 2025 (42,7 mm in 4 h, Starkregen). Insgesamt sind seit 2005 16 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 74,3 mm in 2 h am 31. Juli 2008 (SRI 8).

Für Kommunen · Bayern

Starkregenvorsorge ist kommunale Daueraufgabe

Rechtlicher Rahmen

Die EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie, umgesetzt in §§ 73–75 Wasserhaushaltsgesetz, verpflichtet zu fortlaufender Risikobewertung und Managementplänen – Kommunen sind zentrale Akteure der Umsetzung, auch jenseits der Gewässer beim Starkregen.

Fachlicher Standard

Das Merkblatt DWA-M 119 beschreibt den anerkannten Handlungspfad des kommunalen Starkregenrisikomanagements: Gefährdungsanalyse, Vorsorge – und ausdrücklich die frühzeitige Warnung als eigenen Baustein.

Förderlandschaft

Bund und Länder fördern kommunale Starkregenvorsorge über wechselnde Programme (Stand Juli 2026) – welche Wege für Kommunen in Bayern aktuell offenstehen, klären wir im Erstgespräch.

Frühwarnung für Laberweinting – bevor das Wasser kommt

Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen. Erfahren Sie unverbindlich, wie Ihre Kommune angebunden werden kann – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen mit der Starkregen-App.