Mecklenburg-Vorpommern · Linde · ca. 1.152 Einwohner · AGS 13071090
Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Lindetal
Lindetal ist eine Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern und liegt auf rund 106 m ü. NN in einer norddeutschen Küstenregion. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Linde, rund 1,4 km vom Ortszentrum entfernt. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.
Datenstand: 2. September 2026 · Quellen: DWD (KOSTRA-2020, CatRaRE, WarnWetter), BKG, Destatis – Methodik
42,6 mm
Extremregen in 1 h
100-jährliches Ereignis
26,7 mm
Starkregen in 1 h
10-jährliches Ereignis
89,6 mm
Extremregen in 24 h
100-jährliches Ereignis
56,1 mm
Dauerregen in 24 h
10-jährliches Ereignis
Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Lindetal · örtliche Unsicherheit ±24 %
Ereigniskatalog · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01
Dokumentierte Starkregenereignisse in Lindetal
Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Lindetal verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 4 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2001–2019); das stärkste erreichte 59,8 mm in 2 h am 2. Juni 2018 (SRI 7). Die Zuordnung gilt für die Rasterzelle des Niederschlagsmaximums – nicht für das gesamte Gemeindegebiet.
Alle Ereignisse in Lindetal im Starkregen-Monitor Deutschlandweite Karte
-
31. Juli 2019jüngstes
52,2 mm in 4 h
SRI 5 · außergewöhnlicher Starkregen -
2. Juni 2018stärkstes
59,8 mm in 2 h
SRI 7 · außergewöhnlicher Starkregen -
31,7 mm in 2 h
SRI 2 · Starkregen -
32,9 mm in 3 h
SRI 2 · Starkregen
Quelle: DWD Open Data, CatRaRE W3 Eta v2026.01 (CC BY 4.0), radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.
Starkregen in Lindetal
Starkregen trifft Lindetal typischerweise mit sommerlichen Tiefdruckgebieten und Schauerlagen von See. Die geringe Reliefenergie der Küstenregion bedeutet, dass Niederschlagswasser oft nur langsam versickert oder abfließt. Schon bei einem 10-jährlichen Ereignis muss laut KOSTRA-DWD-2020 mit etwa 26,7 mm in einer Stunde gerechnet werden – genug, um tief liegende Straßenzüge unter Wasser zu setzen.
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Hochwasser in Lindetal
Lindetal liegt in einer Küstenregion, in der neben klassischem Flusshochwasser auch Sturmfluten und ein hoher Grundwasserspiegel eine Rolle spielen. Ob und in welchem Umfang ein konkretes Grundstück gefährdet ist, hängt stark von der Lage zu Deichen, Gräben und Gewässern ab – die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes geben hierzu grundstücksgenaue Auskunft.
Umweltkarten Mecklenburg-Vorpommern mit Hochwassergefahrenkarten
Überflutungsrisiko in Lindetal
Überflutungen abseits von Gewässern entstehen in Lindetal vor allem dort, wo Starkregen auf versiegelte, ebene Flächen trifft: in Unterführungen, Kellergeschossen und an Kanalisationstiefpunkten. Weil das Gefälle fehlt, das Wasser sonst rasch ableiten würde, sammelt es sich oft über längere Zeit in denselben Senken.
Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 48 m – flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer (BKG DGM200).
Nach Zensus 2022 umfasst Lindetal rund 431 Gebäude mit Wohnraum und 611 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.
Starkregen-Auskunftssystem · straßenscharfe Überflutungstiefen
Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter
Auch im Norden verschieben sich die Extreme – Trockenperioden im Sommer auf der einen, intensivere Starkregenlagen auf der anderen Seite. Für Lindetal liegt der 100-jährliche Stundenwert nach KOSTRA-DWD-2020 beim 1,6-Fache des 10-jährlichen: Das seltene Ereignis, auf das kaum ein Kanalnetz ausgelegt ist, überschreitet den Planungsalltag deutlich.
Amtliche Bemessungsdaten
Wie viel Regen ist in Lindetal statistisch möglich?
Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Lindetal für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 42,6 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 42,6 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.
Alle Werte in mm Niederschlagshöhe
| Dauer | alle 1 Jahr | alle 10 Jahre | alle 30 Jahre | alle 50 Jahre | alle 100 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| 15 min | 9,4 | 18,0 | 22,7 | 25,2 | 28,7 |
| 30 min | 11,6 | 22,2 | 28,0 | 31,1 | 35,4 |
| 1 h | 14,0 | 26,7 | 33,7 | 37,3 | 42,6 |
| 2 h | 16,6 | 31,6 | 40,0 | 44,3 | 50,5 |
| 6 h | 21,4 | 40,9 | 51,7 | 57,3 | 65,3 |
| 12 h | 25,1 | 47,9 | 60,6 | 67,1 | 76,5 |
| 1 d | 29,4 | 56,1 | 70,9 | 78,6 | 89,6 |
Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Lindetal; örtliche Unsicherheit ±24 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.
Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge
Starkregengefahrenkarte Lindetal
Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Lindetal fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.
Ob Lindetal eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).
Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.
Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte
Niederschlagsklima in Lindetal
568,7 mm
Mittlerer Jahresniederschlag
DWD-Station Cölpin (4 km entfernt), 1991–2020
791 mm
Deutschlandmittel zum Vergleich
DWD, 1991–2020
3 → 3
Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)
1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster
Lindetal erreicht im Mittel 568,7 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Cölpin (4 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit deutlich unter dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Lindetal zuletzt dokumentiert am 31. Juli 2019 mit 52,2 mm in 4 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) liegt in beiden Referenzperioden bei im Mittel 3 Tagen pro Jahr. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.
Häufige Fragen
Starkregen & Hochwasser in Lindetal – FAQ
Wie oft kommt es in Lindetal zu Starkregen?
Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Lindetal zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 42,6 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können. Mehr dazu im Ratgeber: Was heißt „100-jährliches Ereignis“?
Wie viel Regen fällt in Lindetal bei einem 100-jährlichen Starkregen?
Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Lindetal bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 42,6 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 89,6 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 26,7 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen-Warnstufen des DWD verstehen
Ist Lindetal hochwassergefährdet?
Ob Lindetal konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Mecklenburg-Vorpommern zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen vs. Hochwasser: der Unterschied
Wie kann ich mich in Lindetal vor Überflutung schützen?
Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Lindetal und Umgebung. Mehr dazu im Ratgeber: Haus vor Starkregen schützen: bauliche Vorsorge
Wann gab es zuletzt Starkregen in Lindetal?
Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Lindetal am 31. Juli 2019 (52,2 mm in 4 h, außergewöhnlicher Starkregen). Insgesamt sind seit 2001 4 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 59,8 mm in 2 h am 2. Juni 2018 (SRI 7).
Ratgeber · Vorsorge, Versicherung & Verhalten
Starkregen-Wissen zum Nachlesen
Elementarversicherung: sinnvoll oder nicht?
Was der Zusatzbaustein bei Starkregen deckt, was er kostet und für wen er sich lohnt.
Zum ArtikelRückstauklappe: Pflicht, Funktion und Wartung
Warum Kanalrückstau der häufigste Weg des Wassers ins Gebäude ist – und wie Sie ihn stoppen.
Zum ArtikelKeller unter Wasser – wer zahlt?
Welche Versicherung nach einem Starkregenschaden einspringt – und welche nicht.
Zum ArtikelWas tun bei Starkregen?
Richtiges Verhalten vor, während und nach dem Ereignis – kompakt erklärt.
Zum ArtikelFür Kommunen · Mecklenburg-Vorpommern
Was Lindetal als Kommune leisten muss
Auch in Mecklenburg-Vorpommern ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Lindetal zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.
Unverbindlich · wir klären Fördermöglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern und den nächsten Schritt.
Flutwarnsystem · bundesweit
Frühwarnung für Lindetal – bevor das Wasser kommt
Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen über die Starkregen-App.
Kostenlos & unverbindlich
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