Rheinland-Pfalz · Grenzbach · ca. 259 Einwohner · AGS 07143045
Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Maroth
Maroth ist eine Gemeinde in Rheinland-Pfalz und liegt in einer deutschen Mittelgebirgsregion. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.
41,0 mm
Extremregen in 1 h
100-jährliches Ereignis
106,8 mm
Extremregen in 24 h
100-jährliches Ereignis
26,6 mm
Starkregen in 1 h
10-jährliches Ereignis
286,7
Regenspende 15 min
100-jährlich, l/(s·ha)
Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Maroth · örtliche Unsicherheit ±25 %
Starkregen in Maroth
Maroth liegt in einer deutschen Mittelgebirgsregion, in der sich Gewitterzellen an den Hängen stauen und lokal sehr hohe Regenmengen abregnen können. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem 100-jährlichen Ereignis rund 41,0 mm in einer Stunde möglich – in engen Tälern kann das Wasser dabei innerhalb weniger Minuten von Hang zu Ortslage fließen.
Hochwasser in Maroth
Bäche und kleinere Flüsse im Umland von Maroth können bei Starkregen oder Schneeschmelze innerhalb kurzer Zeit stark ansteigen – typisch für Mittelgebirgslagen mit engen Tälern und wenig Retentionsraum. Rückhaltebecken und ein abgestuftes Meldesystem helfen, die Ortslagen zu schützen, ersetzen aber keine frühzeitige Warnung der Bevölkerung.
Nächstgelegenes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Grenzbach (unmittelbar im Ortsbereich; BKG DLM250).
Live-Wasserstand am nächstgelegenen Bundeswasserstraßen-Pegel Neuwied Stadt (Rhein, 23,5 km): -7 cm (Stand 23:15 Uhr; PEGELONLINE/WSV).
Hochwasserportal Rheinland-Pfalz mit amtlichen Gefahrenkarten
Überflutungsrisiko in Maroth
Die hügelige Umgebung von Maroth bedeutet, dass Starkregenwasser von den Hanglagen in tieferliegende Ortsteile fließt – auch dort, wo kein Bach in der Nähe ist. Starkregengefahrenkarten zeigen straßengenau, welche Fließwege und Einstauhöhen bei extremen Ereignissen zu erwarten sind.
Das Ortszentrum liegt auf rund 263 m ü. NN, die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 98 m – bewegtes Gelände: Abflusskonzentration in Senken, Unterführungen und Tallagen ist zu beachten (BKG DGM200).
Nach Zensus 2022 umfasst Maroth rund 96 Gebäude mit Wohnraum und 122 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.
Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter
Auch in der Mittelgebirgsregion um Maroth verschieben sich die Extreme: Trockenperioden setzen Wäldern und Landwirtschaft zu, während konvektive Starkregenlagen an Intensität gewinnen. Kommunen in ganz Deutschland sind mittlerweile verpflichtet, Starkregengefahrenkarten und Handlungskonzepte zu erarbeiten – eine direkte Reaktion auf diese Entwicklung.
Amtliche Bemessungsdaten
Wie viel Regen ist in Maroth statistisch möglich?
Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Maroth für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 41,0 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 41,0 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.
Alle Werte in mm Niederschlagshöhe
| Dauer | alle 1 Jahr | alle 10 Jahre | alle 30 Jahre | alle 50 Jahre | alle 100 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| 15 min | 9,5 | 16,7 | 20,7 | 22,8 | 25,8 |
| 30 min | 12,1 | 21,3 | 26,4 | 29,0 | 32,8 |
| 1 h | 15,1 | 26,6 | 33,0 | 36,3 | 41,0 |
| 2 h | 18,7 | 32,9 | 40,9 | 44,9 | 50,8 |
| 6 h | 26,0 | 45,9 | 56,9 | 62,6 | 70,8 |
| 12 h | 32,0 | 56,4 | 69,9 | 76,9 | 87,0 |
| 1 d | 39,3 | 69,2 | 85,8 | 94,4 | 106,8 |
Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld im Stadtgebiet Maroth; örtliche Unsicherheit ±25 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich).
Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte
Niederschlagsklima in Maroth
910,3 mm
Mittlerer Jahresniederschlag
DWD-Station Mündersbach (5 km entfernt), 1991–2020
791 mm
Deutschlandmittel zum Vergleich
DWD, 1991–2020
6 → 5
Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)
1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster
Maroth erreicht im Mittel 910,3 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Mündersbach (5 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit deutlich über dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Maroth zuletzt dokumentiert am 9. August 2019 mit 31,9 mm in 1 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 6 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 5 Tage (1991–2020) zurückgegangen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.
Ereigniskatalog · DWD CatRaRE v2026.01
Dokumentierte Starkregenereignisse in Maroth
Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Maroth verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 2 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2016–2019); das stärkste erreichte 31,9 mm in 1 h am 9. August 2019 (SRI 4).
-
9. August 2019
31,9 mm in 1 h
SRI 4 · intensiver Starkregen -
5. Juni 2016
30,6 mm in 1 h
SRI 4 · intensiver Starkregen
Methodik: CatRaRE (Catalogue of Radar-based heavy Rainfall Events, Deutscher Wetterdienst) identifiziert Starkregenereignisse im reprozessierten Radarklimatologie-Datensatz RADKLIM-RW (1×1-km-Raster, stündlich aufsummiert) und nimmt Ereignisse auf, deren Niederschlagshöhe die örtliche 5-jährliche Wiederkehrzeit nach KOSTRA-DWD-2020 überschreitet. Jedes Ereignis wird der Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums zugeordnet; großflächige Wetterlagen mit Schwerpunkt außerhalb des Gemeindegebiets werden dem jeweiligen Schwerpunktort zugerechnet und erscheinen hier nicht – die tatsächliche lokale Betroffenheit kann daher weitere Ereignisse umfassen. Der zwölfstufige Starkregenindex (SRI) klassifiziert die Intensität relativ zur örtlichen Niederschlagsstatistik: SRI 1–2 Starkregen, 3–4 intensiver, 5–7 außergewöhnlicher, 8–12 extremer Starkregen. Quelle: DWD Open Data, CatRaRE T5 Eta v2026.01.
Häufige Fragen
Starkregen & Hochwasser in Maroth – FAQ
Wie oft kommt es in Maroth zu Starkregen?
Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Maroth zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 41,0 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können.
Wie viel Regen fällt in Maroth bei einem 100-jährlichen Starkregen?
Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Maroth bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 41,0 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 106,8 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 26,6 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können.
Ist Maroth hochwassergefährdet?
Ob Maroth konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Rheinland-Pfalz zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern.
Wie kann ich mich in Maroth vor Überflutung schützen?
Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Maroth und Umgebung.
Wann gab es zuletzt Starkregen in Maroth?
Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Maroth am 9. August 2019 (31,9 mm in 1 h, intensiver Starkregen). Insgesamt sind seit 2016 2 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 31,9 mm in 1 h am 9. August 2019 (SRI 4).
Für Kommunen · Rheinland-Pfalz
Starkregenvorsorge ist kommunale Daueraufgabe
Rechtlicher Rahmen
Die EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie, umgesetzt in §§ 73–75 Wasserhaushaltsgesetz, verpflichtet zu fortlaufender Risikobewertung und Managementplänen – Kommunen sind zentrale Akteure der Umsetzung, auch jenseits der Gewässer beim Starkregen.
Fachlicher Standard
Das Merkblatt DWA-M 119 beschreibt den anerkannten Handlungspfad des kommunalen Starkregenrisikomanagements: Gefährdungsanalyse, Vorsorge – und ausdrücklich die frühzeitige Warnung als eigenen Baustein.
Förderlandschaft
Bund und Länder fördern kommunale Starkregenvorsorge über wechselnde Programme (Stand Juli 2026) – welche Wege für Kommunen in Rheinland-Pfalz aktuell offenstehen, klären wir im Erstgespräch.
Frühwarnung für Maroth – bevor das Wasser kommt
Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen. Erfahren Sie unverbindlich, wie Ihre Kommune angebunden werden kann – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen mit der Starkregen-App.