Nordrhein-Westfalen · Hönne · ca. 52.255 Einwohner · AGS 05962040

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Menden

Menden ist eine Mittelstadt in Nordrhein-Westfalen und liegt auf rund 168 m ü. NN in einer deutschen Mittelgebirgsregion. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Hönne, unmittelbar im Ortsbereich. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.

Datenstand: 11. August 2026 · Quellen: DWD (KOSTRA-2020, CatRaRE, WarnWetter), BKG, Destatis – Methodik

39,2 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

25,2 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

97,6 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

62,7 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Menden · örtliche Unsicherheit ±23 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Menden

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Menden verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 13 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2002–2024); das stärkste erreichte 59,3 mm in 2 h am 5. Juli 2006 (SRI 8).

  1. 2. September 2024

    48,0 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 48 km²

    SRI 8 · extremer Starkregen
  2. 19. Mai 2024

    64,0 mm in 4 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 64 km²

    SRI 7 · außergewöhnlicher Starkregen
  3. 12. September 2023

    41,0 mm in 3 h

    Wiederkehrzeit ca. 23 Jahre · betroffene Fläche 20 km²

    SRI 4 · intensiver Starkregen
  4. 22. Mai 2023

    54,5 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 199 km²

    SRI 7 · außergewöhnlicher Starkregen
  5. 28. August 2021

    22,7 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 6 Jahre · betroffene Fläche 22 km²

    SRI 2 · Starkregen
  6. 16. August 2020

    35,5 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 53 Jahre · betroffene Fläche 25 km²

    SRI 6 · außergewöhnlicher Starkregen
  7. 28. Juli 2014

    33,3 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 16 Jahre · betroffene Fläche 32 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen
  8. 7. Juli 2014

    70,6 mm in 48 h

    Wiederkehrzeit ca. 7 Jahre · betroffene Fläche 401 km²

    SRI 2 · Starkregen
  9. 5. Juli 2006

    59,3 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 300 km²

    SRI 8 · extremer Starkregen
4 weitere Ereignisse anzeigenWeniger anzeigen
  1. 20. August 2009

    32,5 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 33 Jahre · betroffene Fläche 125 km²

    SRI 5 · außergewöhnlicher Starkregen
  2. 21. Juli 2003

    43,9 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 59 km²

    SRI 7 · außergewöhnlicher Starkregen
  3. 3. Juni 2003

    35,3 mm in 4 h

    Wiederkehrzeit ca. 8 Jahre · betroffene Fläche 12 km²

    SRI 2 · Starkregen
  4. 30. Juli 2002

    50,4 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 29 km²

    SRI 7 · außergewöhnlicher Starkregen

Quelle: DWD Open Data, CatRaRE T5 Eta v2026.01, radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.

Starkregen in Menden

Die hügelige Topographie rund um Menden begünstigt lokal begrenzte, aber intensive Starkregenzellen im Sommer. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem 100-jährlichen Ereignis rund 97,6 mm Niederschlag innerhalb von 24 Stunden zu erwarten – Wassermassen, die an Hanglagen zusätzlich Erosion und Schlammabfluss auslösen können.

Hochwasser in Menden

Bäche und kleinere Flüsse im Umland von Menden können bei Starkregen oder Schneeschmelze innerhalb kurzer Zeit stark ansteigen – typisch für Mittelgebirgslagen mit engen Tälern und wenig Retentionsraum. Rückhaltebecken und ein abgestuftes Meldesystem helfen, die Ortslagen zu schützen, ersetzen aber keine frühzeitige Warnung der Bevölkerung.

Überflutungsrisiko in Menden

In Menden ist wild abfließendes Hangwasser oft mindestens so gefährlich wie überlastete Kanäle: Bei Starkregen kann es Gebäude auch weitab von jedem Gewässer erreichen. Verklauste Durchlässe und überlastete Verrohrungen an Engstellen verschärfen die Lage zusätzlich und lassen Straßen kurzzeitig zu Fließwegen werden.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 141 m – ausgeprägtes Gefälle: bei konvektivem Starkregen besteht erhöhtes Sturzflutpotenzial entlang von Hanglagen und Tiefpunkten (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Menden rund 13.758 Gebäude mit Wohnraum und 26.688 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Gefahrenkarte für Menden ansehen

Starkregen-Auskunftssystem · straßenscharfe Überflutungstiefen

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Auch in der Mittelgebirgsregion um Menden verschieben sich die Extreme: Trockenperioden setzen Wäldern und Landwirtschaft zu, während konvektive Starkregenlagen an Intensität gewinnen. Das Rasterfeld zeigt diese Prägung deutlich – rund 40 % eines 100-jährlichen Tagesniederschlags können in einer einzigen Stunde niedergehen, mit entsprechend kurzer Vorwarnzeit an Hanglagen.

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Menden statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Menden für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 39,2 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 39,2 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Menden in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min9,116,320,422,425,4
30 min11,420,425,428,131,8
1 h14,025,231,434,639,2
2 h17,230,938,542,448,0
6 h23,542,352,758,165,8
12 h28,651,564,270,780,2
1 d34,862,778,186,197,6

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Menden; örtliche Unsicherheit ±23 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge

Starkregengefahrenkarte Menden

Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Menden fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.

Ob Menden eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).

Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Menden

814,6 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Fröndenberg (4 km entfernt), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

6 → 6

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Menden erreicht im Mittel 814,6 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Fröndenberg (4 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit etwa im Bereich des Deutschlandmittels von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Menden zuletzt dokumentiert am 2. September 2024 mit 48,0 mm in 1 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) liegt in beiden Referenzperioden bei im Mittel 6 Tagen pro Jahr. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Menden – FAQ

Wie oft kommt es in Menden zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Menden zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 39,2 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können.

Wie viel Regen fällt in Menden bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Menden bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 39,2 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 97,6 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 25,2 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können.

Ist Menden hochwassergefährdet?+

Ob Menden konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Nordrhein-Westfalen zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern.

Wie kann ich mich in Menden vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Menden und Umgebung.

Wann gab es zuletzt Starkregen in Menden?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Menden am 2. September 2024 (48,0 mm in 1 h, extremer Starkregen). Insgesamt sind seit 2002 13 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 59,3 mm in 2 h am 5. Juli 2006 (SRI 8).

Für Kommunen · Nordrhein-Westfalen

Was Menden als Kommune leisten muss

Auch in Nordrhein-Westfalen ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Menden zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.

Flutwarnsystem · bundesweit

Frühwarnung für Menden – bevor das Wasser kommt

Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen über die Starkregen-App.

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