Thüringen · Gerstenbach · ca. 366 Einwohner · AGS 16077034

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Monstab

Monstab ist eine Gemeinde in Thüringen und liegt in einer deutschen Mittelgebirgsregion. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.

51,1 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

99,8 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

31,7 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

400,0

Regenspende 15 min

100-jährlich, l/(s·ha)

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Monstab · örtliche Unsicherheit ±27 %

Starkregen in Monstab

In Mittelgebirgslagen wie um Monstab ist die Vorwarnzeit bei Starkregen besonders kurz: Zwischen Wolkenbruch am Oberlauf eines Bachs und Sturzflut im Ort liegen oft nur 30 bis 60 Minuten. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt laut KOSTRA-DWD-2020 etwa 31,7 mm in einer Stunde – eine Menge, die kleine Gewässer schnell anschwellen lässt.

Hochwasser in Monstab

In hügeligen Regionen wie um Monstab führen Dauerregen oder rasche Schneeschmelze regelmäßig zu Hochwasser an kleineren Gewässern. Die kurze Fließzeit vom Oberlauf bis zur Ortslage macht eine frühzeitige Alarmierung besonders wichtig, um Einsatzkräften und Anwohnern Zeit für Schutzmaßnahmen zu verschaffen.

Nächstgelegenes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Gerstenbach (ca. 1,0 km vom Ortszentrum; BKG DLM250).

Überflutungsrisiko in Monstab

In Monstab ist wild abfließendes Hangwasser oft mindestens so gefährlich wie überlastete Kanäle: Bei Starkregen kann es Gebäude auch weitab von jedem Gewässer erreichen. Verklauste Durchlässe und überlastete Verrohrungen an Engstellen verschärfen die Lage zusätzlich und lassen Straßen kurzzeitig zu Fließwegen werden.

Das Ortszentrum liegt auf rund 197 m ü. NN, die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 70 m – bewegtes Gelände: Abflusskonzentration in Senken, Unterführungen und Tallagen ist zu beachten (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Monstab rund 163 Gebäude mit Wohnraum und 208 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Auch in der Mittelgebirgsregion um Monstab verschieben sich die Extreme: Trockenperioden setzen Wäldern und Landwirtschaft zu, während konvektive Starkregenlagen an Intensität gewinnen. Kommunen in ganz Deutschland sind mittlerweile verpflichtet, Starkregengefahrenkarten und Handlungskonzepte zu erarbeiten – eine direkte Reaktion auf diese Entwicklung.

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Monstab statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Monstab für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 51,1 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 51,1 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Monstab in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min11,522,428,431,536,0
30 min13,826,934,237,943,3
1 h16,331,740,344,751,1
2 h19,037,046,952,159,5
6 h24,046,659,265,775,0
12 h27,653,868,375,886,6
1 d31,962,078,787,499,8

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld im Stadtgebiet Monstab; örtliche Unsicherheit ±27 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich).

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Monstab

612,6 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Starkenberg-Tegkwitz (2 km entfernt), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

3 → 4

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Monstab erreicht im Mittel 612,6 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Starkenberg-Tegkwitz (2 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit deutlich unter dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 3 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 4 Tage (1991–2020) gestiegen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Monstab – FAQ

Wie oft kommt es in Monstab zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Monstab zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 51,1 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können.

Wie viel Regen fällt in Monstab bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Monstab bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 51,1 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 99,8 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 31,7 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können.

Ist Monstab hochwassergefährdet?+

Ob Monstab konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Thüringen zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern.

Wie kann ich mich in Monstab vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Monstab und Umgebung.

Für Kommunen · Thüringen

Starkregenvorsorge ist kommunale Daueraufgabe

Rechtlicher Rahmen

Die EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie, umgesetzt in §§ 73–75 Wasserhaushaltsgesetz, verpflichtet zu fortlaufender Risikobewertung und Managementplänen – Kommunen sind zentrale Akteure der Umsetzung, auch jenseits der Gewässer beim Starkregen.

Fachlicher Standard

Das Merkblatt DWA-M 119 beschreibt den anerkannten Handlungspfad des kommunalen Starkregenrisikomanagements: Gefährdungsanalyse, Vorsorge – und ausdrücklich die frühzeitige Warnung als eigenen Baustein.

Förderlandschaft

Bund und Länder fördern kommunale Starkregenvorsorge über wechselnde Programme (Stand Juli 2026) – welche Wege für Kommunen in Thüringen aktuell offenstehen, klären wir im Erstgespräch.

Frühwarnung für Monstab – bevor das Wasser kommt

Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen. Erfahren Sie unverbindlich, wie Ihre Kommune angebunden werden kann – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen mit der Starkregen-App.