Amtliche Daten von DWD, BKG und Destatis

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Oldenburg

Oldenburg ist eine Großstadt in Niedersachsen und liegt auf rund 6 m ü. NN in einer norddeutschen Tiefebene. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Haaren, unmittelbar im Ortsbereich.

Amtliche Warnlage für Niedersachsen

Keine Warnung vor Starkregen, Dauerregen oder Gewitter.

Stand 17:13 Uhr, Deutscher Wetterdienst

41,1 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

26,5 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

94,6 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

61,0 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Oldenburg · örtliche Unsicherheit ±25 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Oldenburg

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Oldenburg verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 6 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2002–2014); das stärkste erreichte 64,4 mm in 6 h am 7. August 2007 (SRI 6). Die Zuordnung gilt für die Rasterzelle des Niederschlagsmaximums – nicht für das gesamte Gemeindegebiet.

  1. 29. Juni 2014jüngstes

    39,7 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 30 Jahre · betroffene Fläche 14 km²

    SRI 4 · intensiver Starkregen
  2. 6. Juni 2011

    34,0 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 34 Jahre · betroffene Fläche 17 km²

    SRI 5 · außergewöhnlicher Starkregen
  3. 7. August 2007stärkstes

    64,4 mm in 6 h

    Wiederkehrzeit ca. 94 Jahre · betroffene Fläche 97 km²

    SRI 6 · außergewöhnlicher Starkregen
  4. 26. August 2006

    31,8 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 11 Jahre · betroffene Fläche 8 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen
  5. 17. Juli 2004

    28,9 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 16 Jahre · betroffene Fläche 8 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen
  6. 5. August 2002

    40,7 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 36 Jahre · betroffene Fläche 11 km²

    SRI 5 · außergewöhnlicher Starkregen

Quelle: DWD Open Data, CatRaRE W3 Eta v2026.01 (CC BY 4.0), radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.

Starkregen und Überflutung in Oldenburg

Haaren mitten im Ort, das Gelände fällt 26 Meter.

Flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer.

Ortszentrum
6 m ü. NN
Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis
26 m
Gebäude mit Wohnraum
45.969

Pegel Oldenburg-Drielake, Hunte, 1,4 km entfernt

401 cm

17:12 Uhr · WSV Pegelonline

Kartenausschnitt Oldenburg mit Gewässern Oldenburg
© GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Wo Starkregen in Oldenburg zum Problem wird.

So viel Regen ist in Oldenburg statistisch möglich

1 Stunde, alle 10 Jahre
26,5 mm
1 Stunde, alle 100 Jahre
41,1 mm
24 Stunden, alle 10 Jahre
61,0 mm
24 Stunden, alle 100 Jahre
94,6 mm
KOSTRA-DWD-2020, Rasterfeld Oldenburg, örtliche Unsicherheit ±25 %

Starkregen in Oldenburg

Oldenburg liegt in einer der flacheren Regionen Deutschlands, in der sommerliche Gewitterzellen zwar seltener extreme Spitzenwerte erreichen als im Süden, sich aber über landwirtschaftlich geprägten Flächen mit begrenzter Versickerungskapazität stauen können. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem 100-jährlichen Ereignis rund 41,1 mm Niederschlag in einer Stunde zu erwarten.

Was „100-jährlich“ bedeutet So funktioniert das Frühalarmsystem
Kartenausschnitt Oldenburg mit Gewässern Oldenburg 401 cm Pegel Oldenburg-Drielake, Hunte, 17:12 Uhr
Gewässer im Ortsbereich, hervorgehoben · © GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Hochwasser in Oldenburg

In der Tiefebene um Oldenburg steigen Flüsse und Bäche bei Dauerregen oder Schneeschmelze meist langsamer, dafür aber langanhaltender an als in bergigem Gelände. Betroffen sind vor allem Auenlagen entlang größerer Gewässer sowie Gebiete mit hohem Grundwasserstand. Die genaue Gefährdung lässt sich über die Hochwassergefahrenkarten des jeweiligen Bundeslandes prüfen.

Umweltkarten Niedersachsen mit Hochwassergefahren- und Risikokarten (NLWKN)
Kartenausschnitt Oldenburg mit Gewässern Oldenburg
Schematisch: Wasser breitet sich bei Starkregen entlang der Gewässer aus. Keine Simulation für Oldenburg. Karte © GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Überflutungsrisiko in Oldenburg

In und um Oldenburg sammelt sich Regenwasser bei Starkregen bevorzugt in natürlichen und künstlichen Senken sowie an Kanalisationstiefpunkten, da die Region kaum natürliches Gefälle bietet. Gräben und Vorfluter können bei extremen Ereignissen schnell überlastet sein, was zu länger anhaltenden Überflutungen führt.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 26 m – flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Oldenburg rund 45.969 Gebäude mit Wohnraum und 96.841 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Zur Starkregengefahrenkarte Gefahrenkarte für Oldenburg ansehen

Jahresniederschlag, Mittel 1991 bis 2020

Oldenburg
792,9 mm
Deutschland
791 mm

3 → 4 Starkregentage pro Jahr, 1961–1990 gegenüber 1991–2020

DWD-Referenzwerte, 1-km-Raster

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

In der Region um Oldenburg verschärft der Klimawandel beide Extreme: längere Trockenperioden, die Böden und Grundwasser belasten, sowie intensivere Starkregenereignisse im Sommer. Ausgetrocknete Böden nehmen plötzlichen Starkregen schlechter auf – und rund 43 % der Menge eines 100-jährlichen Tagesniederschlags können hier innerhalb einer Stunde fallen.

Zu den DWD-Referenzwerten für Oldenburg

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Oldenburg statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Oldenburg für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 41,1 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 41,1 Litern pro Quadratmeter.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Oldenburg in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min10,017,922,224,527,7
30 min12,321,927,230,033,9
1 h14,826,532,936,341,1
2 h17,931,939,643,749,4
6 h23,842,552,958,366,0
12 h28,650,963,469,879,0
1 d34,261,075,983,694,6

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Oldenburg; örtliche Unsicherheit ±25 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge

Starkregengefahrenkarte Oldenburg

Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Oldenburg fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.

Ob Oldenburg eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).

Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Oldenburg

792,9 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Oldenburg (5 km entfernt), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

3 → 4

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Oldenburg erreicht im Mittel 792,9 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Oldenburg (5 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit etwa im Bereich des Deutschlandmittels von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Oldenburg zuletzt dokumentiert am 29. Juni 2014 mit 39,7 mm in 2 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 3 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 4 Tage (1991–2020) gestiegen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Für Kommunen · Niedersachsen

Was Oldenburg als Kommune leisten muss

Auch in Niedersachsen ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Oldenburg zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.

Für Betriebe · Standortwarnung

Für Unternehmen in Oldenburg

Minuten Vorlauf entscheiden, ob Fahrzeuge, Ware und Anlagen rechtzeitig gesichert sind. Das Flutwarnsystem warnt den einzelnen Standort statt der ganzen Warnregion.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Oldenburg – FAQ

Wie oft kommt es in Oldenburg zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Oldenburg zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 41,1 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können. Mehr dazu im Ratgeber: Was heißt „100-jährliches Ereignis“?

Wie viel Regen fällt in Oldenburg bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Oldenburg bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 41,1 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 94,6 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 26,5 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen-Warnstufen des DWD verstehen

Ist Oldenburg hochwassergefährdet?+

Ob Oldenburg konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Niedersachsen zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen vs. Hochwasser: der Unterschied

Wie kann ich mich in Oldenburg vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Privatpersonen nutzen dafür die kostenlose Starkregen-App mit ortsbezogenen Frühwarnungen für Oldenburg und Umgebung. Kommunen, Landkreise und Unternehmen können ein Erstgespräch zum Flutwarnsystem anfragen. Mehr dazu im Ratgeber: Haus vor Starkregen schützen: bauliche Vorsorge

Wann gab es zuletzt Starkregen in Oldenburg?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Oldenburg am 29. Juni 2014 (39,7 mm in 2 h, intensiver Starkregen). Insgesamt sind seit 2002 6 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 64,4 mm in 6 h am 7. August 2007 (SRI 6).

Wie kann Oldenburg ein Frühwarnsystem einführen?+

Kommunen, Landkreise und Unternehmen können das Flutwarnsystem in einem unverbindlichen Erstgespräch kennenlernen. Wir besprechen Anbindung, Kosten und mögliche Fördermöglichkeiten für Oldenburg.

Ratgeber · Vorsorge, Versicherung & Verhalten

Starkregen-Wissen zum Nachlesen

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