Niedersachsen · Leegraben · ca. 1.956 Einwohner · AGS 03456019

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Ringe

Ringe ist eine Gemeinde in Niedersachsen und liegt auf rund 14 m ü. NN in einer norddeutschen Tiefebene. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Leegraben, rund 0,8 km vom Ortszentrum entfernt. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.

46,1 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

28,9 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

102,1 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

64,0 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Ringe · örtliche Unsicherheit ±27 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Ringe

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Ringe verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 7 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2005–2015); das stärkste erreichte 40,7 mm in 6 h am 22. Juli 2006 (SRI 2).

  1. 2. Juli 2015

    24,2 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 5 Jahre · betroffene Fläche 24 km²

    SRI 2 · Starkregen
  2. 20. September 2014

    32,7 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 8 Jahre · betroffene Fläche 40 km²

    SRI 2 · Starkregen
  3. 19. Juni 2013

    26,2 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 7 Jahre · betroffene Fläche 23 km²

    SRI 2 · Starkregen
  4. 20. März 2010

    34,9 mm in 6 h

    Wiederkehrzeit ca. 3 Jahre · betroffene Fläche 66 km²

    SRI 2 · Starkregen
  5. 20. Juli 2007

    19,2 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 2 Jahre · betroffene Fläche 177 km²

    SRI 1 · Starkregen
  6. 22. Juli 2006

    40,7 mm in 6 h

    Wiederkehrzeit ca. 6 Jahre · betroffene Fläche 31 km²

    SRI 2 · Starkregen
  7. 26. September 2005

    22,7 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 4 Jahre · betroffene Fläche 14 km²

    SRI 2 · Starkregen

Quelle: DWD Open Data, CatRaRE T5 Eta v2026.01, radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.

Starkregen in Ringe

Starkregen in Ringe entsteht überwiegend durch sommerliche Wärmegewitter, die sich über dem flachen Umland aufbauen. Weil die Region kaum natürliches Gefälle bietet, bleibt Regenwasser oft länger stehen als in hügeligem Gelände. Bereits ein 10-jährliches Ereignis bringt laut KOSTRA-DWD-2020 etwa 28,9 mm in einer Stunde – genug für vollgelaufene Keller und Unterführungen.

Hochwasser in Ringe

Hochwasser in und um Ringe entsteht überwiegend durch Dauerregen oder Schneeschmelze, die größere Fließgewässer der Region über längere Zeiträume ansteigen lassen. Anders als bei Sturzfluten in Mittelgebirgslagen bleibt hier meist mehr Vorwarnzeit – ein Vorteil, den ein Frühalarmsystem zusätzlich verlängern kann.

Live-Wasserstand am nächstgelegenen Bundeswasserstraßen-Pegel Dalum (Ems, 23,2 km): 135 cm (Stand 21:30 Uhr; PEGELONLINE/WSV).

Überflutungsrisiko in Ringe

In und um Ringe sammelt sich Regenwasser bei Starkregen bevorzugt in natürlichen und künstlichen Senken sowie an Kanalisationstiefpunkten, da die Region kaum natürliches Gefälle bietet. Gräben und Vorfluter können bei extremen Ereignissen schnell überlastet sein, was zu länger anhaltenden Überflutungen führt.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 8 m – flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Ringe rund 704 Gebäude mit Wohnraum und 813 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Gefahrenkarte für Ringe ansehen

Starkregen-Auskunftssystem · straßenscharfe Überflutungstiefen

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Der Klimawandel trifft die Tiefebene um Ringe an beiden Enden der Skala. Aufschlussreich ist der Abstand zwischen häufigem und seltenem Ereignis: Der 100-jährliche Stundenwert liegt nach KOSTRA-DWD-2020 beim 1,6-Fache des 10-jährlichen – Kanalnetze und Gräben, die für den Regelfall bemessen sind, geraten bei solchen Lagen an ihre Grenze.

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Ringe statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Ringe für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 46,1 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 46,1 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Ringe in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min10,219,524,627,331,1
30 min12,623,930,233,538,2
1 h15,228,936,540,446,1
2 h18,134,543,648,455,1
6 h23,945,557,563,772,6
12 h28,354,068,275,686,1
1 d33,664,080,989,6102,1

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Ringe; örtliche Unsicherheit ±27 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Ringe

785,4 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Ringe-Großringe (2 km entfernt), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

3 → 4

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Ringe erreicht im Mittel 785,4 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Ringe-Großringe (2 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit etwa im Bereich des Deutschlandmittels von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Ringe zuletzt dokumentiert am 2. Juli 2015 mit 24,2 mm in 1 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 3 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 4 Tage (1991–2020) gestiegen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Ringe – FAQ

Wie oft kommt es in Ringe zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Ringe zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 46,1 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können.

Wie viel Regen fällt in Ringe bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Ringe bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 46,1 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 102,1 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 28,9 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können.

Ist Ringe hochwassergefährdet?+

Ob Ringe konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Niedersachsen zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern.

Wie kann ich mich in Ringe vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Ringe und Umgebung.

Wann gab es zuletzt Starkregen in Ringe?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Ringe am 2. Juli 2015 (24,2 mm in 1 h, Starkregen). Insgesamt sind seit 2005 7 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 40,7 mm in 6 h am 22. Juli 2006 (SRI 2).

Für Kommunen · Niedersachsen

Was Ringe als Kommune leisten muss

Auch in Niedersachsen ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Ringe zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.

Frühwarnung für Ringe – bevor das Wasser kommt

Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen. Erfahren Sie unverbindlich, wie Ihre Kommune angebunden werden kann – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen mit der Starkregen-App.

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