Amtliche Daten von DWD, BKG und Destatis

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Rödermark

Rödermark ist eine Mittelstadt in Hessen und liegt auf rund 140 m ü. NN in einer deutschen Mittelgebirgsregion. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Rodau, unmittelbar im Ortsbereich.

Amtliche Warnlage für den Landkreis Offenbach

Keine Warnung vor Starkregen, Dauerregen oder Gewitter.

Stand 12:17 Uhr, Deutscher Wetterdienst

44,4 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

28,3 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

93,4 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

59,5 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Rödermark · örtliche Unsicherheit ±24 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Rödermark

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Rödermark verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 1 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2002–2002); das stärkste erreichte 72,0 mm in 2 h am 20. August 2002 (SRI 8). Die Zuordnung gilt für die Rasterzelle des Niederschlagsmaximums – nicht für das gesamte Gemeindegebiet.

  1. 20. August 2002jüngstesstärkstes

    72,0 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 47 km²

    SRI 8 · extremer Starkregen

Quelle: DWD Open Data, CatRaRE W3 Eta v2026.01 (CC BY 4.0), radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.

Starkregen und Überflutung in Rödermark

Rodau mitten im Ort, das Gelände fällt 48 Meter.

Flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer.

Ortszentrum
140 m ü. NN
Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis
48 m
Gebäude mit Wohnraum
7.032

Pegel Krotzenburg, Main, 14,3 km entfernt

102 cm

12:00 Uhr · WSV Pegelonline

Kartenausschnitt Rödermark mit Gewässern Rödermark
© GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Wo Starkregen in Rödermark zum Problem wird.

So viel Regen ist in Rödermark statistisch möglich

1 Stunde, alle 10 Jahre
28,3 mm
1 Stunde, alle 100 Jahre
44,4 mm
24 Stunden, alle 10 Jahre
59,5 mm
24 Stunden, alle 100 Jahre
93,4 mm
KOSTRA-DWD-2020, Rasterfeld Rödermark, örtliche Unsicherheit ±24 %

Starkregen in Rödermark

In Mittelgebirgslagen wie um Rödermark ist die Vorwarnzeit bei Starkregen besonders kurz: Zwischen Wolkenbruch am Oberlauf eines Bachs und Sturzflut im Ort liegen oft nur 30 bis 60 Minuten. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt laut KOSTRA-DWD-2020 etwa 28,3 mm in einer Stunde – eine Menge, die kleine Gewässer schnell anschwellen lässt.

Was „100-jährlich“ bedeutet So funktioniert das Frühalarmsystem
Kartenausschnitt Rödermark mit Gewässern Rödermark 102 cm Pegel Krotzenburg, Main, 12:00 Uhr
Gewässer im Ortsbereich, hervorgehoben · © GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Hochwasser in Rödermark

Bäche und kleinere Flüsse im Umland von Rödermark können bei Starkregen oder Schneeschmelze innerhalb kurzer Zeit stark ansteigen – typisch für Mittelgebirgslagen mit engen Tälern und wenig Retentionsraum. Rückhaltebecken und ein abgestuftes Meldesystem helfen, die Ortslagen zu schützen, ersetzen aber keine frühzeitige Warnung der Bevölkerung.

Hochwasserportal Hessen mit amtlichen Gefahren- und Risikokarten
Kartenausschnitt Rödermark mit Gewässern Rödermark
Schematisch: Wasser breitet sich bei Starkregen entlang der Gewässer aus. Keine Simulation für Rödermark. Karte © GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Überflutungsrisiko in Rödermark

Die hügelige Umgebung von Rödermark bedeutet, dass Starkregenwasser von den Hanglagen in tieferliegende Ortsteile fließt – auch dort, wo kein Bach in der Nähe ist. Starkregengefahrenkarten zeigen straßengenau, welche Fließwege und Einstauhöhen bei extremen Ereignissen zu erwarten sind.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 48 m – flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Rödermark rund 7.032 Gebäude mit Wohnraum und 12.906 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Zur Starkregengefahrenkarte Gefahrenkarte für Rödermark ansehen

Jahresniederschlag, Mittel 1991 bis 2020

Rödermark
681,0 mm
Deutschland
791 mm

5 → 3 Starkregentage pro Jahr, 1961–1990 gegenüber 1991–2020

DWD-Referenzwerte, 1-km-Raster

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Kommunen sind mittlerweile gehalten, Starkregengefahrenkarten und Handlungskonzepte zu erarbeiten – eine direkte Reaktion auf die Entwicklung, die auch Rödermark betrifft. Wie groß der Sprung vom Planungsalltag zum Extremfall ist, zeigen die Bemessungswerte: Der 100-jährliche Stundenwert erreicht das 1,6-Fache des 10-jährlichen.

Zu den DWD-Referenzwerten für Rödermark

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Rödermark statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Rödermark für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 44,4 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 44,4 Litern pro Quadratmeter.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Rödermark in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min10,619,524,426,930,5
30 min13,023,729,732,837,2
1 h15,528,335,539,144,4
2 h18,333,541,946,352,6
6 h23,743,354,259,968,0
12 h27,850,863,670,279,7
1 d32,559,574,582,293,4

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Rödermark; örtliche Unsicherheit ±24 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge

Starkregengefahrenkarte Rödermark

Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Rödermark fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.

Ob Rödermark eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).

Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Rödermark

681,0 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Rödermark-Ober-Roden (im Ortsgebiet), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

5 → 3

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Rödermark erreicht im Mittel 681,0 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Rödermark-Ober-Roden (im Ortsgebiet), 1991–2020) und liegt damit unter dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Rödermark zuletzt dokumentiert am 20. August 2002 mit 72,0 mm in 2 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 5 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 3 Tage (1991–2020) zurückgegangen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Für Kommunen · Hessen

Was Rödermark als Kommune leisten muss

Auch in Hessen ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Rödermark zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.

Für Betriebe · Standortwarnung

Für Unternehmen in Rödermark

Minuten Vorlauf entscheiden, ob Fahrzeuge, Ware und Anlagen rechtzeitig gesichert sind. Das Flutwarnsystem warnt den einzelnen Standort statt der ganzen Warnregion.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Rödermark – FAQ

Wie oft kommt es in Rödermark zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Rödermark zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 44,4 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können. Mehr dazu im Ratgeber: Was heißt „100-jährliches Ereignis“?

Wie viel Regen fällt in Rödermark bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Rödermark bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 44,4 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 93,4 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 28,3 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen-Warnstufen des DWD verstehen

Ist Rödermark hochwassergefährdet?+

Ob Rödermark konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Hessen zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen vs. Hochwasser: der Unterschied

Wie kann ich mich in Rödermark vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Privatpersonen nutzen dafür die kostenlose Starkregen-App mit ortsbezogenen Frühwarnungen für Rödermark und Umgebung. Kommunen, Landkreise und Unternehmen können ein Erstgespräch zum Flutwarnsystem anfragen. Mehr dazu im Ratgeber: Haus vor Starkregen schützen: bauliche Vorsorge

Wann gab es zuletzt Starkregen in Rödermark?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Rödermark am 20. August 2002 (72,0 mm in 2 h, extremer Starkregen). Insgesamt sind seit 2002 1 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 72,0 mm in 2 h am 20. August 2002 (SRI 8).

Wie kann Rödermark ein Frühwarnsystem einführen?+

Kommunen, Landkreise und Unternehmen können das Flutwarnsystem in einem unverbindlichen Erstgespräch kennenlernen. Wir besprechen Anbindung, Kosten und mögliche Fördermöglichkeiten für Rödermark.

Ratgeber · Vorsorge, Versicherung & Verhalten

Starkregen-Wissen zum Nachlesen

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