Niedersachsen · Plögerweggraben · ca. 8.619 Einwohner · AGS 03455014
Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Sande
Sande ist eine Kleinstadt in Niedersachsen und liegt auf rund 2 m ü. NN in einer norddeutschen Tiefebene. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Plögerweggraben, rund 0,7 km vom Ortszentrum entfernt. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.
Datenstand: 2. September 2026 · Quellen: DWD (KOSTRA-2020, CatRaRE, WarnWetter), BKG, Destatis – Methodik
40,4 mm
Extremregen in 1 h
100-jährliches Ereignis
26,0 mm
Starkregen in 1 h
10-jährliches Ereignis
94,9 mm
Extremregen in 24 h
100-jährliches Ereignis
61,1 mm
Dauerregen in 24 h
10-jährliches Ereignis
Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Sande · örtliche Unsicherheit ±26 %
Ereigniskatalog · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01
Dokumentierte Starkregenereignisse in Sande
Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Sande verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 1 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2001–2001); das stärkste erreichte 32,4 mm in 2 h am 16. Juni 2001 (SRI 3). Die Zuordnung gilt für die Rasterzelle des Niederschlagsmaximums – nicht für das gesamte Gemeindegebiet.
Alle Ereignisse in Sande im Starkregen-Monitor Deutschlandweite Karte
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16. Juni 2001jüngstesstärkstes
32,4 mm in 2 h
SRI 3 · intensiver Starkregen
Quelle: DWD Open Data, CatRaRE W3 Eta v2026.01 (CC BY 4.0), radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.
Starkregen in Sande
Die Tiefebene rund um Sande ist überwiegend durch landwirtschaftliche Flächen und ein engmaschiges Grabennetz geprägt. Bei einem 100-jährlichen Starkregenereignis sind nach KOSTRA-DWD-2020 rund 94,9 mm Niederschlag innerhalb von 24 Stunden möglich – eine Menge, die Gräben und Kanalisation gleichermaßen überlasten kann.
Kostenlos & unverbindlich · So funktioniert das Frühalarmsystem
Hochwasser in Sande
Hochwasser in und um Sande entsteht überwiegend durch Dauerregen oder Schneeschmelze, die größere Fließgewässer der Region über längere Zeiträume ansteigen lassen. Anders als bei Sturzfluten in Mittelgebirgslagen bleibt hier meist mehr Vorwarnzeit – ein Vorteil, den ein Frühalarmsystem zusätzlich verlängern kann.
Live-Wasserstand am nächstgelegenen Bundeswasserstraßen-Pegel Whv Alter Vorhafen (Jade, 9,3 km): 693 cm (Stand 01:12 Uhr; PEGELONLINE/WSV).
Umweltkarten Niedersachsen mit Hochwassergefahren- und Risikokarten (NLWKN)
Überflutungsrisiko in Sande
Überflutungsschwerpunkte in Sande liegen typischerweise an tiefliegenden Straßenzügen, Unterführungen und in Bereichen mit hohem Grundwasserstand. Starkregengefahrenkarten machen sichtbar, welche Flächen bei einem seltenen oder extremen Regenereignis betroffen wären – eine Grundlage für vorausschauenden Objektschutz.
Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 10 m – flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer (BKG DGM200).
Nach Zensus 2022 umfasst Sande rund 3.104 Gebäude mit Wohnraum und 4.453 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.
Starkregen-Auskunftssystem · straßenscharfe Überflutungstiefen
Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter
Der Klimawandel trifft die Tiefebene um Sande an beiden Enden der Skala. Aufschlussreich ist der Abstand zwischen häufigem und seltenem Ereignis: Der 100-jährliche Stundenwert liegt nach KOSTRA-DWD-2020 beim 1,6-Fache des 10-jährlichen – Kanalnetze und Gräben, die für den Regelfall bemessen sind, geraten bei solchen Lagen an ihre Grenze.
Amtliche Bemessungsdaten
Wie viel Regen ist in Sande statistisch möglich?
Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Sande für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 40,4 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 40,4 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.
Alle Werte in mm Niederschlagshöhe
| Dauer | alle 1 Jahr | alle 10 Jahre | alle 30 Jahre | alle 50 Jahre | alle 100 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| 15 min | 9,8 | 17,6 | 21,9 | 24,2 | 27,4 |
| 30 min | 12,0 | 21,5 | 26,7 | 29,5 | 33,4 |
| 1 h | 14,5 | 26,0 | 32,4 | 35,7 | 40,4 |
| 2 h | 17,5 | 31,4 | 39,1 | 43,0 | 48,8 |
| 6 h | 23,6 | 42,2 | 52,5 | 57,8 | 65,5 |
| 12 h | 28,4 | 50,8 | 63,2 | 69,6 | 78,9 |
| 1 d | 34,1 | 61,1 | 76,1 | 83,8 | 94,9 |
Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Sande; örtliche Unsicherheit ±26 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.
Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge
Starkregengefahrenkarte Sande
Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Sande fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.
Ob Sande eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).
Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.
Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte
Niederschlagsklima in Sande
850,7 mm
Mittlerer Jahresniederschlag
DWD-Station Sanderbusch (im Ortsgebiet), 1991–2020
791 mm
Deutschlandmittel zum Vergleich
DWD, 1991–2020
3 → 4
Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)
1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster
Sande erreicht im Mittel 850,7 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Sanderbusch (im Ortsgebiet), 1991–2020) und liegt damit über dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Sande zuletzt dokumentiert am 16. Juni 2001 mit 32,4 mm in 2 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 3 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 4 Tage (1991–2020) gestiegen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.
Häufige Fragen
Starkregen & Hochwasser in Sande – FAQ
Wie oft kommt es in Sande zu Starkregen?
Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Sande zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 40,4 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können. Mehr dazu im Ratgeber: Was heißt „100-jährliches Ereignis“?
Wie viel Regen fällt in Sande bei einem 100-jährlichen Starkregen?
Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Sande bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 40,4 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 94,9 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 26,0 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen-Warnstufen des DWD verstehen
Ist Sande hochwassergefährdet?
Ob Sande konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Niedersachsen zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen vs. Hochwasser: der Unterschied
Wie kann ich mich in Sande vor Überflutung schützen?
Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Sande und Umgebung. Mehr dazu im Ratgeber: Haus vor Starkregen schützen: bauliche Vorsorge
Wann gab es zuletzt Starkregen in Sande?
Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Sande am 16. Juni 2001 (32,4 mm in 2 h, intensiver Starkregen). Insgesamt sind seit 2001 1 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 32,4 mm in 2 h am 16. Juni 2001 (SRI 3).
Ratgeber · Vorsorge, Versicherung & Verhalten
Starkregen-Wissen zum Nachlesen
Elementarversicherung: sinnvoll oder nicht?
Was der Zusatzbaustein bei Starkregen deckt, was er kostet und für wen er sich lohnt.
Zum ArtikelRückstauklappe: Pflicht, Funktion und Wartung
Warum Kanalrückstau der häufigste Weg des Wassers ins Gebäude ist – und wie Sie ihn stoppen.
Zum ArtikelKeller unter Wasser – wer zahlt?
Welche Versicherung nach einem Starkregenschaden einspringt – und welche nicht.
Zum ArtikelWas tun bei Starkregen?
Richtiges Verhalten vor, während und nach dem Ereignis – kompakt erklärt.
Zum ArtikelFür Kommunen · Niedersachsen
Was Sande als Kommune leisten muss
Auch in Niedersachsen ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Sande zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.
Unverbindlich · wir klären Fördermöglichkeiten in Niedersachsen und den nächsten Schritt.
Flutwarnsystem · bundesweit
Frühwarnung für Sande – bevor das Wasser kommt
Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen über die Starkregen-App.
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