Baden-Württemberg · Eschbach · ca. 2.727 Einwohner · AGS 08315095

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in St. Peter

St. Peter ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und liegt auf rund 713 m ü. NN in einer süddeutschen, alpennahen Region. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Eschbach, unmittelbar im Ortsbereich. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.

Datenstand: 2. September 2026 · Quellen: DWD (KOSTRA-2020, CatRaRE, WarnWetter), BKG, Destatis – Methodik

50,1 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

32,6 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

142,9 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

93,1 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld St. Peter · örtliche Unsicherheit ±26 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in St. Peter

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für St. Peter verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 7 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2002–2025); das stärkste erreichte 65,8 mm in 1 h am 21. Juli 2006 (SRI 8). Die Zuordnung gilt für die Rasterzelle des Niederschlagsmaximums – nicht für das gesamte Gemeindegebiet.

  1. 1. Juni 2025jüngstes

    52,5 mm in 12 h

    Wiederkehrzeit ca. 2 Jahre · betroffene Fläche 68 km²

    SRI 1 · Starkregen
  2. 12. März 2024

    56,0 mm in 12 h

    Wiederkehrzeit ca. 3 Jahre · betroffene Fläche 165 km²

    SRI 1 · Starkregen
  3. 14. Oktober 2022

    69,1 mm in 12 h

    Wiederkehrzeit ca. 6 Jahre · betroffene Fläche 194 km²

    SRI 2 · Starkregen
  4. 28. Januar 2021

    90,7 mm in 24 h

    Wiederkehrzeit ca. 7 Jahre · betroffene Fläche 263 km²

    SRI 2 · Starkregen
  5. 22. Januar 2018

    91,8 mm in 18 h

    Wiederkehrzeit ca. 12 Jahre · betroffene Fläche 497 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen
  6. 21. Juli 2006stärkstes

    65,8 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 24 km²

    SRI 8 · extremer Starkregen
  7. 9. November 2002

    38,4 mm in 4 h

    Wiederkehrzeit ca. 3 Jahre · betroffene Fläche 13 km²

    SRI 1 · Starkregen

Quelle: DWD Open Data, CatRaRE W3 Eta v2026.01 (CC BY 4.0), radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.

Starkregen in St. Peter

Starkregen in St. Peter entsteht überwiegend durch sommerliche Gewitterlagen, die im süddeutschen Raum besonders häufig und intensiv auftreten. Bereits ein statistisch alle 10 Jahre zu erwartendes Ereignis bringt laut KOSTRA-DWD-2020 rund 32,6 mm in einer Stunde – deutlich mehr, als in weiten Teilen Norddeutschlands üblich ist.

Hochwasser in St. Peter

Im süddeutschen, alpennahen Raum um St. Peter können Dauerregen und Schneeschmelze aus den Alpen die Pegel von Flüssen und Bächen binnen Stunden deutlich ansteigen lassen. Rückhaltebecken und regulierte Gewässer dämpfen Hochwasserspitzen, ein Restrisiko bei extremen Ereignissen bleibt jedoch – die amtlichen Gefahrenkarten zeigen die genaue Betroffenheit.

Überflutungsrisiko in St. Peter

Die hohe Versiegelung vieler Orte im süddeutschen Raum, zu denen auch St. Peter zählt, verschärft das Überflutungsrisiko bei Starkregen: Regenwasser kann kaum versickern und sammelt sich in Senken, Unterführungen und Kellern. Kanalnetze sind meist auf deutlich seltenere Ereignisse ausgelegt, als sie hier statistisch vorkommen.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 523 m – ausgeprägtes Gefälle: bei konvektivem Starkregen besteht erhöhtes Sturzflutpotenzial entlang von Hanglagen und Tiefpunkten (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst St. Peter rund 635 Gebäude mit Wohnraum und 1.348 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Gefahrenkarte für St. Peter ansehen

Starkregen-Auskunftssystem · straßenscharfe Überflutungstiefen

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Die konvektionsreiche Lage um St. Peter macht den Abstand zwischen Alltag und Extremfall besonders spürbar: Nach KOSTRA-DWD-2020 erreicht der 100-jährliche Stundenwert das 1,5-Fache des 10-jährlichen. Hitze- und Trockenperioden nehmen parallel zu und verschlechtern die Aufnahmefähigkeit der Böden zusätzlich.

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in St. Peter statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in St. Peter für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 50,1 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 50,1 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für St. Peter in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min11,620,224,927,431,0
30 min14,825,831,935,039,5
1 h18,732,640,344,350,1
2 h23,641,150,855,963,1
6 h33,959,173,080,390,7
12 h42,574,291,7100,8113,9
1 d53,493,1115,1126,5142,9

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet St. Peter; örtliche Unsicherheit ±26 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge

Starkregengefahrenkarte St. Peter

Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in St. Peter fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.

Ob St. Peter eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).

Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in St. Peter

1.408,9 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Sankt Peter/Schwarzwald (im Ortsgebiet), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

16 → 15

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

St. Peter erreicht im Mittel 1.408,9 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Sankt Peter/Schwarzwald (im Ortsgebiet), 1991–2020) und liegt damit deutlich über dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in St. Peter zuletzt dokumentiert am 1. Juni 2025 mit 52,5 mm in 12 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 16 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 15 Tage (1991–2020) zurückgegangen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in St. Peter – FAQ

Wie oft kommt es in St. Peter zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in St. Peter zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 50,1 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können. Mehr dazu im Ratgeber: Was heißt „100-jährliches Ereignis“?

Wie viel Regen fällt in St. Peter bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in St. Peter bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 50,1 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 142,9 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 32,6 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen-Warnstufen des DWD verstehen

Ist St. Peter hochwassergefährdet?+

Ob St. Peter konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Baden-Württemberg zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen vs. Hochwasser: der Unterschied

Wie kann ich mich in St. Peter vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für St. Peter und Umgebung. Mehr dazu im Ratgeber: Haus vor Starkregen schützen: bauliche Vorsorge

Wann gab es zuletzt Starkregen in St. Peter?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in St. Peter am 1. Juni 2025 (52,5 mm in 12 h, Starkregen). Insgesamt sind seit 2002 7 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 65,8 mm in 1 h am 21. Juli 2006 (SRI 8).

Ratgeber · Vorsorge, Versicherung & Verhalten

Starkregen-Wissen zum Nachlesen

Für Kommunen · Baden-Württemberg

Was St. Peter als Kommune leisten muss

Auch in Baden-Württemberg ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann St. Peter zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.

Flutwarnsystem · bundesweit

Frühwarnung für St. Peter – bevor das Wasser kommt

Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen über die Starkregen-App.

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