Bayern · Georgenbach · ca. 24.471 Einwohner · AGS 09188139

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Starnberg

Starnberg ist eine Mittelstadt in Bayern und liegt auf rund 590 m ü. NN in einer süddeutschen, alpennahen Region. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Georgenbach, unmittelbar im Ortsbereich. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.

Datenstand: 2. September 2026 · Quellen: DWD (KOSTRA-2020, CatRaRE, WarnWetter), BKG, Destatis – Methodik

49,8 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

32,4 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

134,3 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

87,5 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Starnberg · örtliche Unsicherheit ±30 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Starnberg

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Starnberg verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 10 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2001–2025); das stärkste erreichte 93,8 mm in 2 h am 5. Juni 2011 (SRI 9). Die Zuordnung gilt für die Rasterzelle des Niederschlagsmaximums – nicht für das gesamte Gemeindegebiet.

  1. 4. September 2025jüngstes

    33,9 mm in 4 h

    Wiederkehrzeit ca. 2 Jahre · betroffene Fläche 12 km²

    SRI 1 · Starkregen
  2. 6. Juni 2018

    71,2 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 46 km²

    SRI 9 · extremer Starkregen
  3. 1. August 2017

    41,4 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 11 Jahre · betroffene Fläche 99 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen
  4. 30. Juli 2017

    30,8 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 7 Jahre · betroffene Fläche 11 km²

    SRI 2 · Starkregen
  5. 23. Juli 2016

    46,8 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 68 Jahre · betroffene Fläche 47 km²

    SRI 6 · außergewöhnlicher Starkregen
  6. 3. August 2013

    37,5 mm in 3 h

    Wiederkehrzeit ca. 4 Jahre · betroffene Fläche 16 km²

    SRI 2 · Starkregen
  7. 5. Juni 2011stärkstes

    93,8 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit weit über 100 Jahre · betroffene Fläche 364 km²

    SRI 9 · extremer Starkregen
  8. 29. Juni 2005

    40,0 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 10 Jahre · betroffene Fläche 28 km²

    SRI 2 · Starkregen
  9. 5. Oktober 2003

    66,5 mm in 18 h

    Wiederkehrzeit ca. 4 Jahre · betroffene Fläche 358 km²

    SRI 2 · Starkregen
  10. 8. September 2001

    39,6 mm in 6 h

    Wiederkehrzeit ca. 2 Jahre · betroffene Fläche 38 km²

    SRI 1 · Starkregen

Quelle: DWD Open Data, CatRaRE W3 Eta v2026.01 (CC BY 4.0), radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.

Starkregen in Starnberg

Starkregen in Starnberg entsteht überwiegend durch sommerliche Gewitterlagen, die im süddeutschen Raum besonders häufig und intensiv auftreten. Bereits ein statistisch alle 10 Jahre zu erwartendes Ereignis bringt laut KOSTRA-DWD-2020 rund 32,4 mm in einer Stunde – deutlich mehr, als in weiten Teilen Norddeutschlands üblich ist.

Hochwasser in Starnberg

Hochwasser ist im alpennahen Süden Deutschlands, wo auch Starnberg liegt, ein wiederkehrendes Thema: Alpines Schmelzwasser und intensive Dauerregenlagen können Flüsse rasch anschwellen lassen. Wie stark ein konkretes Grundstück betroffen ist, hängt von der Nähe zu Gewässern und deren Ausbauzustand ab.

Überflutungsrisiko in Starnberg

Die hohe Versiegelung vieler Orte im süddeutschen Raum, zu denen auch Starnberg zählt, verschärft das Überflutungsrisiko bei Starkregen: Regenwasser kann kaum versickern und sammelt sich in Senken, Unterführungen und Kellern. Kanalnetze sind meist auf deutlich seltenere Ereignisse ausgelegt, als sie hier statistisch vorkommen.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 109 m – bewegtes Gelände: Abflusskonzentration in Senken, Unterführungen und Tallagen ist zu beachten (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Starnberg rund 5.653 Gebäude mit Wohnraum und 12.159 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Gefahrenkarte für Starnberg ansehen

Starkregen-Auskunftssystem · straßenscharfe Überflutungstiefen

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Die konvektionsreiche Lage um Starnberg macht den Abstand zwischen Alltag und Extremfall besonders spürbar: Nach KOSTRA-DWD-2020 erreicht der 100-jährliche Stundenwert das 1,5-Fache des 10-jährlichen. Hitze- und Trockenperioden nehmen parallel zu und verschlechtern die Aufnahmefähigkeit der Böden zusätzlich.

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Starnberg statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Starnberg für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 49,8 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 49,8 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Starnberg in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min11,720,425,327,831,4
30 min14,925,932,035,239,7
1 h18,632,440,144,149,8
2 h23,240,450,054,962,1
6 h32,757,070,477,487,4
12 h40,570,687,396,0108,4
1 d50,287,5108,2118,9134,3

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Starnberg; örtliche Unsicherheit ±30 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge

Starkregengefahrenkarte Starnberg

Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Starnberg fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.

Ob Starnberg eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).

Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Starnberg

1.142,2 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Starnberg (im Ortsgebiet), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

10 → 12

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Starnberg erreicht im Mittel 1.142,2 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Starnberg (im Ortsgebiet), 1991–2020) und liegt damit deutlich über dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Starnberg zuletzt dokumentiert am 4. September 2025 mit 33,9 mm in 4 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 10 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 12 Tage (1991–2020) gestiegen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Starnberg – FAQ

Wie oft kommt es in Starnberg zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Starnberg zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 49,8 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können. Mehr dazu im Ratgeber: Was heißt „100-jährliches Ereignis“?

Wie viel Regen fällt in Starnberg bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Starnberg bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 49,8 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 134,3 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 32,4 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen-Warnstufen des DWD verstehen

Ist Starnberg hochwassergefährdet?+

Ob Starnberg konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Bayern zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen vs. Hochwasser: der Unterschied

Wie kann ich mich in Starnberg vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Starnberg und Umgebung. Mehr dazu im Ratgeber: Haus vor Starkregen schützen: bauliche Vorsorge

Wann gab es zuletzt Starkregen in Starnberg?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Starnberg am 4. September 2025 (33,9 mm in 4 h, Starkregen). Insgesamt sind seit 2001 10 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 93,8 mm in 2 h am 5. Juni 2011 (SRI 9).

Ratgeber · Vorsorge, Versicherung & Verhalten

Starkregen-Wissen zum Nachlesen

Für Kommunen · Bayern

Was Starnberg als Kommune leisten muss

Auch in Bayern ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Starnberg zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.

Flutwarnsystem · bundesweit

Frühwarnung für Starnberg – bevor das Wasser kommt

Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen über die Starkregen-App.

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