Amtliche Daten von DWD, BKG und Destatis

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Strande

Strande ist eine Gemeinde in Schleswig-Holstein und liegt auf rund 6 m ü. NN in einer norddeutschen Küstenregion. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Freidorfer Au, unmittelbar im Ortsbereich.

Amtliche Warnlage für den Kreis Rendsburg-Eckernförde

Keine Warnung vor Starkregen, Dauerregen oder Gewitter.

Stand 21:31 Uhr, Deutscher Wetterdienst

37,7 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

24,2 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

93,2 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

59,9 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Strande · örtliche Unsicherheit ±24 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Strande

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Strande verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 1 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2018–2018); das stärkste erreichte 41,3 mm in 4 h am 10. Mai 2018 (SRI 3). Die Zuordnung gilt für die Rasterzelle des Niederschlagsmaximums – nicht für das gesamte Gemeindegebiet.

  1. 10. Mai 2018jüngstesstärkstes

    41,3 mm in 4 h

    Wiederkehrzeit ca. 20 Jahre · betroffene Fläche 19 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen

Quelle: DWD Open Data, CatRaRE W3 Eta v2026.01 (CC BY 4.0), radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.

Starkregen und Überflutung in Strande

Freidorfer Au mitten im Ort, das Gelände fällt 29 Meter.

Flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer.

Ortszentrum
6 m ü. NN
Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis
29 m
Gebäude mit Wohnraum
537

Pegel Kiel-Holtenau, Ostsee, 7,7 km entfernt

478 cm

21:30 Uhr · WSV Pegelonline

Kartenausschnitt Strande mit Gewässern Strande
© GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Wo Starkregen in Strande zum Problem wird.

So viel Regen ist in Strande statistisch möglich

1 Stunde, alle 10 Jahre
24,2 mm
1 Stunde, alle 100 Jahre
37,7 mm
24 Stunden, alle 10 Jahre
59,9 mm
24 Stunden, alle 100 Jahre
93,2 mm
KOSTRA-DWD-2020, Rasterfeld Strande, örtliche Unsicherheit ±24 %

Starkregen in Strande

Starkregen trifft Strande typischerweise mit sommerlichen Tiefdruckgebieten und Schauerlagen von See. Die geringe Reliefenergie der Küstenregion bedeutet, dass Niederschlagswasser oft nur langsam versickert oder abfließt. Schon bei einem 10-jährlichen Ereignis muss laut KOSTRA-DWD-2020 mit etwa 24,2 mm in einer Stunde gerechnet werden – genug, um tief liegende Straßenzüge unter Wasser zu setzen.

Was „100-jährlich“ bedeutet So funktioniert das Frühalarmsystem
Kartenausschnitt Strande mit Gewässern Strande 478 cm Pegel Kiel-Holtenau, Ostsee, 21:30 Uhr
Gewässer im Ortsbereich, hervorgehoben · © GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Hochwasser in Strande

In flachen Küstenorten wie Strande kann Hochwasser sowohl von der See als auch von Bächen und Kanälen im Hinterland ausgehen. Weil viele Flächen künstlich entwässert oder sogar gepumpt werden, wirkt sich jede Überlastung des Systems unmittelbar auf die Umgebung aus – ein Grund, warum Frühwarnung hier besonders wertvoll ist.

Hochwassergefahren- und Risikokarten des Landes Schleswig-Holstein
Kartenausschnitt Strande mit Gewässern Strande
Schematisch aus dem Geländemodell: Senken füllen sich, die Gewässer steigen. Keine hydraulische Simulation. Karte © GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0, Gelände DGM1 © LVermGeo SH, CC BY 4.0

Überflutungsrisiko in Strande

In Strande sind es typischerweise Souterrainwohnungen, Tiefgaragen und tiefliegende Straßenzüge, die bei Starkregen zuerst volllaufen. Starkregengefahrenkarten zeigen für jedes Grundstück, wo sich Wasser bei seltenen und extremen Regenereignissen sammelt – eine wichtige Grundlage für Eigenvorsorge und kommunale Planung.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 29 m – flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Strande rund 537 Gebäude mit Wohnraum und 777 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Zur Starkregengefahrenkarte Gefahrenkarte für Strande ansehen

Jahresniederschlag, Mittel 1991 bis 2020

Strande
718,1 mm
Deutschland
791 mm

3 → 3 Starkregentage pro Jahr, 1961–1990 gegenüber 1991–2020

DWD-Referenzwerte, 1-km-Raster

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Für Norddeutschland und damit auch für die Region um Strande erwarten Klimamodelle des Deutschen Wetterdienstes intensivere Starkregenereignisse, mehr Winterniederschlag und einen steigenden Meeresspiegel, der Sturmfluten höher auflaufen lässt. Wie stark die kurzen Extreme hier ins Gewicht fallen, zeigt das Verhältnis der Bemessungswerte: rund 40 % der Niederschlagsmenge eines 100-jährlichen Tagesereignisses können bereits in einer einzigen Stunde fallen.

Zu den DWD-Referenzwerten für Strande

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Strande statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Strande für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 37,7 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 37,7 Litern pro Quadratmeter.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Strande in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min8,916,019,921,924,9
30 min11,019,724,627,130,7
1 h13,524,230,233,237,7
2 h16,429,636,840,646,0
6 h22,540,450,455,562,9
12 h27,449,261,367,676,6
1 d33,359,974,782,393,2

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Strande; örtliche Unsicherheit ±24 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge

Starkregengefahrenkarte Strande

Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Strande fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.

Ob Strande eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).

Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Strande

718,1 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Strande (2 km entfernt), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

3 → 3

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Strande erreicht im Mittel 718,1 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Strande (2 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit unter dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Strande zuletzt dokumentiert am 10. Mai 2018 mit 41,3 mm in 4 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) liegt in beiden Referenzperioden bei im Mittel 3 Tagen pro Jahr. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Für Kommunen · Schleswig-Holstein

Was Strande als Kommune leisten muss

Auch in Schleswig-Holstein ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Strande zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.

Für Betriebe · Standortwarnung

Für Unternehmen in Strande

Minuten Vorlauf entscheiden, ob Fahrzeuge, Ware und Anlagen rechtzeitig gesichert sind. Das Flutwarnsystem warnt den einzelnen Standort statt der ganzen Warnregion.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Strande – FAQ

Wie oft kommt es in Strande zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Strande zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 37,7 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können. Mehr dazu im Ratgeber: Was heißt „100-jährliches Ereignis“?

Wie viel Regen fällt in Strande bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Strande bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 37,7 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 93,2 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 24,2 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen-Warnstufen des DWD verstehen

Ist Strande hochwassergefährdet?+

Ob Strande konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Schleswig-Holstein zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen vs. Hochwasser: der Unterschied

Wie kann ich mich in Strande vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Privatpersonen nutzen dafür die kostenlose Starkregen-App mit ortsbezogenen Frühwarnungen für Strande und Umgebung. Kommunen, Landkreise und Unternehmen können ein Erstgespräch zum Flutwarnsystem anfragen. Mehr dazu im Ratgeber: Haus vor Starkregen schützen: bauliche Vorsorge

Wann gab es zuletzt Starkregen in Strande?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Strande am 10. Mai 2018 (41,3 mm in 4 h, intensiver Starkregen). Insgesamt sind seit 2018 1 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 41,3 mm in 4 h am 10. Mai 2018 (SRI 3).

Wie kann Strande ein Frühwarnsystem einführen?+

Kommunen, Landkreise und Unternehmen können das Flutwarnsystem in einem unverbindlichen Erstgespräch kennenlernen. Wir besprechen Anbindung, Kosten und mögliche Fördermöglichkeiten für Strande.

Ratgeber · Vorsorge, Versicherung & Verhalten

Starkregen-Wissen zum Nachlesen

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