Bayern · Siechenbach · ca. 5.826 Einwohner · AGS 09189152

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Tittmoning

Tittmoning ist eine Kleinstadt in Bayern und liegt auf rund 383 m ü. NN in einer süddeutschen, alpennahen Region. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Siechenbach, unmittelbar im Ortsbereich. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.

Datenstand: 2. September 2026 · Quellen: DWD (KOSTRA-2020, CatRaRE, WarnWetter), BKG, Destatis – Methodik

55,5 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

35,1 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

135,9 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

86,0 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Tittmoning · örtliche Unsicherheit ±31 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Tittmoning

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Tittmoning verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 9 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2001–2021); das stärkste erreichte 51,5 mm in 2 h am 10. Mai 2002 (SRI 4). Die Zuordnung gilt für die Rasterzelle des Niederschlagsmaximums – nicht für das gesamte Gemeindegebiet.

  1. 29. Juni 2021jüngstes

    40,9 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 23 Jahre · betroffene Fläche 42 km²

    SRI 4 · intensiver Starkregen
  2. 17. Juni 2020

    43,9 mm in 4 h

    Wiederkehrzeit ca. 4 Jahre · betroffene Fläche 89 km²

    SRI 2 · Starkregen
  3. 22. Juni 2019

    42,0 mm in 3 h

    Wiederkehrzeit ca. 5 Jahre · betroffene Fläche 32 km²

    SRI 2 · Starkregen
  4. 2. Mai 2014

    56,0 mm in 4 h

    Wiederkehrzeit ca. 13 Jahre · betroffene Fläche 71 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen
  5. 17. Mai 2013

    43,4 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 11 Jahre · betroffene Fläche 68 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen
  6. 8. Juni 2010

    39,7 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 7 Jahre · betroffene Fläche 21 km²

    SRI 2 · Starkregen
  7. 25. Juni 2005

    34,2 mm in 3 h

    Wiederkehrzeit ca. 2 Jahre · betroffene Fläche 25 km²

    SRI 1 · Starkregen
  8. 10. Mai 2002stärkstes

    51,5 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 22 Jahre · betroffene Fläche 31 km²

    SRI 4 · intensiver Starkregen
  9. 3. August 2001

    39,9 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 18 Jahre · betroffene Fläche 33 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen

Quelle: DWD Open Data, CatRaRE W3 Eta v2026.01 (CC BY 4.0), radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.

Starkregen in Tittmoning

Tittmoning liegt in einer süddeutschen, alpennahen Region – einer der konvektionsreichsten Gegenden Deutschlands. Sommerliche Wärmegewitter erreichen hier überdurchschnittlich hohe Intensitäten. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem 100-jährlichen Ereignis rund 55,5 mm in einer Stunde möglich – Werte, die zu den höchsten unter deutschen Kommunen zählen.

Hochwasser in Tittmoning

Im süddeutschen, alpennahen Raum um Tittmoning können Dauerregen und Schneeschmelze aus den Alpen die Pegel von Flüssen und Bächen binnen Stunden deutlich ansteigen lassen. Rückhaltebecken und regulierte Gewässer dämpfen Hochwasserspitzen, ein Restrisiko bei extremen Ereignissen bleibt jedoch – die amtlichen Gefahrenkarten zeigen die genaue Betroffenheit.

Überflutungsrisiko in Tittmoning

Die hohe Versiegelung vieler Orte im süddeutschen Raum, zu denen auch Tittmoning zählt, verschärft das Überflutungsrisiko bei Starkregen: Regenwasser kann kaum versickern und sammelt sich in Senken, Unterführungen und Kellern. Kanalnetze sind meist auf deutlich seltenere Ereignisse ausgelegt, als sie hier statistisch vorkommen.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 118 m – bewegtes Gelände: Abflusskonzentration in Senken, Unterführungen und Tallagen ist zu beachten (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Tittmoning rund 1.851 Gebäude mit Wohnraum und 2.722 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Gefahrenkarte für Tittmoning ansehen

Starkregen-Auskunftssystem · straßenscharfe Überflutungstiefen

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Die konvektionsreiche Lage um Tittmoning macht den Abstand zwischen Alltag und Extremfall besonders spürbar: Nach KOSTRA-DWD-2020 erreicht der 100-jährliche Stundenwert das 1,6-Fache des 10-jährlichen. Hitze- und Trockenperioden nehmen parallel zu und verschlechtern die Aufnahmefähigkeit der Böden zusätzlich.

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Tittmoning statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Tittmoning für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 55,5 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 55,5 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Tittmoning in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min12,222,728,531,535,9
30 min15,328,535,839,645,0
1 h18,935,144,248,855,5
2 h23,143,054,059,767,9
6 h31,458,573,681,492,5
12 h38,171,089,298,7112,2
1 d46,286,0108,1119,5135,9

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Tittmoning; örtliche Unsicherheit ±31 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge

Starkregengefahrenkarte Tittmoning

Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Tittmoning fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.

Ob Tittmoning eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).

Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Tittmoning

1.016,8 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Tittmoning (im Ortsgebiet), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

8 → 9

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Tittmoning erreicht im Mittel 1.016,8 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Tittmoning (im Ortsgebiet), 1991–2020) und liegt damit deutlich über dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Tittmoning zuletzt dokumentiert am 29. Juni 2021 mit 40,9 mm in 1 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 8 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 9 Tage (1991–2020) gestiegen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Tittmoning – FAQ

Wie oft kommt es in Tittmoning zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Tittmoning zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 55,5 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können. Mehr dazu im Ratgeber: Was heißt „100-jährliches Ereignis“?

Wie viel Regen fällt in Tittmoning bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Tittmoning bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 55,5 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 135,9 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 35,1 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen-Warnstufen des DWD verstehen

Ist Tittmoning hochwassergefährdet?+

Ob Tittmoning konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Bayern zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen vs. Hochwasser: der Unterschied

Wie kann ich mich in Tittmoning vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Tittmoning und Umgebung. Mehr dazu im Ratgeber: Haus vor Starkregen schützen: bauliche Vorsorge

Wann gab es zuletzt Starkregen in Tittmoning?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Tittmoning am 29. Juni 2021 (40,9 mm in 1 h, intensiver Starkregen). Insgesamt sind seit 2001 9 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 51,5 mm in 2 h am 10. Mai 2002 (SRI 4).

Ratgeber · Vorsorge, Versicherung & Verhalten

Starkregen-Wissen zum Nachlesen

Für Kommunen · Bayern

Was Tittmoning als Kommune leisten muss

Auch in Bayern ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Tittmoning zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.

Flutwarnsystem · bundesweit

Frühwarnung für Tittmoning – bevor das Wasser kommt

Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen über die Starkregen-App.

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