Amtliche Daten von DWD, BKG und Destatis

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Weste

Weste ist eine Gemeinde in Niedersachsen und liegt auf rund 60 m ü. NN in einer norddeutschen Tiefebene. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Röbbelbach, rund 1,6 km vom Ortszentrum entfernt.

Amtliche Warnlage für den Landkreis Uelzen

Keine Warnung vor Starkregen, Dauerregen oder Gewitter.

Stand 11:32 Uhr, Deutscher Wetterdienst

40,2 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

25,6 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

81,0 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

51,6 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Weste · örtliche Unsicherheit ±23 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Weste

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Weste verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 2 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2017–2019); das stärkste erreichte 55,4 mm in 4 h am 19. Mai 2017 (SRI 7). Die Zuordnung gilt für die Rasterzelle des Niederschlagsmaximums – nicht für das gesamte Gemeindegebiet.

  1. 28. August 2019jüngstes

    41,7 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 52 Jahre · betroffene Fläche 12 km²

    SRI 6 · außergewöhnlicher Starkregen
  2. 19. Mai 2017stärkstes

    55,4 mm in 4 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 1113 km²

    SRI 7 · außergewöhnlicher Starkregen

Quelle: DWD Open Data, CatRaRE W3 Eta v2026.01 (CC BY 4.0), radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.

Starkregen und Überflutung in Weste

Röbbelbach 1,6 km vom Ortszentrum entfernt, das Gelände fällt 40 Meter.

Flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer.

Ortszentrum
60 m ü. NN
Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis
40 m
Gebäude mit Wohnraum
360

Pegel Bevensen, Elbeseitenkanal, 7,5 km entfernt

42 cm

11:00 Uhr · WSV Pegelonline

Kartenausschnitt Weste mit Gewässern Weste
© GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Wo Starkregen in Weste zum Problem wird.

So viel Regen ist in Weste statistisch möglich

1 Stunde, alle 10 Jahre
25,6 mm
1 Stunde, alle 100 Jahre
40,2 mm
24 Stunden, alle 10 Jahre
51,6 mm
24 Stunden, alle 100 Jahre
81,0 mm
KOSTRA-DWD-2020, Rasterfeld Weste, örtliche Unsicherheit ±23 %

Starkregen in Weste

Weste liegt in einer der flacheren Regionen Deutschlands, in der sommerliche Gewitterzellen zwar seltener extreme Spitzenwerte erreichen als im Süden, sich aber über landwirtschaftlich geprägten Flächen mit begrenzter Versickerungskapazität stauen können. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem 100-jährlichen Ereignis rund 40,2 mm Niederschlag in einer Stunde zu erwarten.

Was „100-jährlich“ bedeutet So funktioniert das Frühalarmsystem
Kartenausschnitt Weste mit Gewässern Weste 42 cm Pegel Bevensen, Elbeseitenkanal, 11:00 Uhr
Gewässer im Ortsbereich, hervorgehoben · © GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Hochwasser in Weste

Hochwasser in und um Weste entsteht überwiegend durch Dauerregen oder Schneeschmelze, die größere Fließgewässer der Region über längere Zeiträume ansteigen lassen. Anders als bei Sturzfluten in Mittelgebirgslagen bleibt hier meist mehr Vorwarnzeit – ein Vorteil, den ein Frühalarmsystem zusätzlich verlängern kann.

Umweltkarten Niedersachsen mit Hochwassergefahren- und Risikokarten (NLWKN)
Kartenausschnitt Weste mit Gewässern Weste
Schematisch: Wasser breitet sich bei Starkregen entlang der Gewässer aus. Keine Simulation für Weste. Karte © GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Überflutungsrisiko in Weste

In und um Weste sammelt sich Regenwasser bei Starkregen bevorzugt in natürlichen und künstlichen Senken sowie an Kanalisationstiefpunkten, da die Region kaum natürliches Gefälle bietet. Gräben und Vorfluter können bei extremen Ereignissen schnell überlastet sein, was zu länger anhaltenden Überflutungen führt.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 40 m – flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Weste rund 360 Gebäude mit Wohnraum und 458 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Zur Starkregengefahrenkarte Gefahrenkarte für Weste ansehen

Jahresniederschlag, Mittel 1991 bis 2020

Weste
688,9 mm
Deutschland
791 mm

3 → 3 Starkregentage pro Jahr, 1961–1990 gegenüber 1991–2020

DWD-Referenzwerte, 1-km-Raster

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Der Klimawandel trifft die Tiefebene um Weste an beiden Enden der Skala. Aufschlussreich ist der Abstand zwischen häufigem und seltenem Ereignis: Der 100-jährliche Stundenwert liegt nach KOSTRA-DWD-2020 beim 1,6-Fache des 10-jährlichen – Kanalnetze und Gräben, die für den Regelfall bemessen sind, geraten bei solchen Lagen an ihre Grenze.

Zu den DWD-Referenzwerten für Weste

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Weste statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Weste für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 40,2 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 40,2 Litern pro Quadratmeter.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Weste in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min10,118,423,025,428,9
30 min11,921,827,330,234,2
1 h14,025,632,135,440,2
2 h16,329,937,541,447,0
6 h20,838,147,752,759,8
12 h24,244,455,561,369,6
1 d28,251,664,671,381,0

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Weste; örtliche Unsicherheit ±23 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge

Starkregengefahrenkarte Weste

Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Weste fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.

Ob Weste eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).

Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Weste

688,9 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Römstedt (6 km entfernt), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

3 → 3

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Weste erreicht im Mittel 688,9 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Römstedt (6 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit unter dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Weste zuletzt dokumentiert am 28. August 2019 mit 41,7 mm in 2 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) liegt in beiden Referenzperioden bei im Mittel 3 Tagen pro Jahr. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Für Kommunen · Niedersachsen

Was Weste als Kommune leisten muss

Auch in Niedersachsen ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Weste zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.

Für Betriebe · Standortwarnung

Für Unternehmen in Weste

Minuten Vorlauf entscheiden, ob Fahrzeuge, Ware und Anlagen rechtzeitig gesichert sind. Das Flutwarnsystem warnt den einzelnen Standort statt der ganzen Warnregion.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Weste – FAQ

Wie oft kommt es in Weste zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Weste zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 40,2 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können. Mehr dazu im Ratgeber: Was heißt „100-jährliches Ereignis“?

Wie viel Regen fällt in Weste bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Weste bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 40,2 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 81,0 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 25,6 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen-Warnstufen des DWD verstehen

Ist Weste hochwassergefährdet?+

Ob Weste konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Niedersachsen zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen vs. Hochwasser: der Unterschied

Wie kann ich mich in Weste vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Privatpersonen nutzen dafür die kostenlose Starkregen-App mit ortsbezogenen Frühwarnungen für Weste und Umgebung. Kommunen, Landkreise und Unternehmen können ein Erstgespräch zum Flutwarnsystem anfragen. Mehr dazu im Ratgeber: Haus vor Starkregen schützen: bauliche Vorsorge

Wann gab es zuletzt Starkregen in Weste?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Weste am 28. August 2019 (41,7 mm in 2 h, außergewöhnlicher Starkregen). Insgesamt sind seit 2017 2 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 55,4 mm in 4 h am 19. Mai 2017 (SRI 7).

Wie kann Weste ein Frühwarnsystem einführen?+

Kommunen, Landkreise und Unternehmen können das Flutwarnsystem in einem unverbindlichen Erstgespräch kennenlernen. Wir besprechen Anbindung, Kosten und mögliche Fördermöglichkeiten für Weste.

Ratgeber · Vorsorge, Versicherung & Verhalten

Starkregen-Wissen zum Nachlesen

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