Schleswig-Holstein · Buerwischbek · ca. 1.049 Einwohner · AGS 01060007

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Bark

Bark ist eine Gemeinde in Schleswig-Holstein und liegt in einer norddeutschen Küstenregion. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.

37,4 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

92,5 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

24,0 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

274,4

Regenspende 15 min

100-jährlich, l/(s·ha)

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Bark · örtliche Unsicherheit ±23 %

Starkregen in Bark

Starkregen trifft Bark typischerweise mit sommerlichen Tiefdruckgebieten und Schauerlagen von See. Die geringe Reliefenergie der Küstenregion bedeutet, dass Niederschlagswasser oft nur langsam versickert oder abfließt. Schon bei einem 10-jährlichen Ereignis muss laut KOSTRA-DWD-2020 mit etwa 24,0 mm in einer Stunde gerechnet werden – genug, um tief liegende Straßenzüge unter Wasser zu setzen.

Hochwasser in Bark

In flachen Küstenorten wie Bark kann Hochwasser sowohl von der See als auch von Bächen und Kanälen im Hinterland ausgehen. Weil viele Flächen künstlich entwässert oder sogar gepumpt werden, wirkt sich jede Überlastung des Systems unmittelbar auf die Umgebung aus – ein Grund, warum Frühwarnung hier besonders wertvoll ist.

Nächstgelegenes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Buerwischbek (unmittelbar im Ortsbereich; BKG DLM250).

Überflutungsrisiko in Bark

Überflutungen abseits von Gewässern entstehen in Bark vor allem dort, wo Starkregen auf versiegelte, ebene Flächen trifft: in Unterführungen, Kellergeschossen und an Kanalisationstiefpunkten. Weil das Gefälle fehlt, das Wasser sonst rasch ableiten würde, sammelt es sich oft über längere Zeit in denselben Senken.

Das Ortszentrum liegt auf rund 38 m ü. NN, die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 33 m – flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Bark rund 337 Gebäude mit Wohnraum und 442 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Für Norddeutschland und damit auch für die Region um Bark erwarten Klimamodelle des Deutschen Wetterdienstes intensivere Starkregenereignisse, mehr Winterniederschlag und einen steigenden Meeresspiegel, der Sturmfluten höher auflaufen lässt. Gleichzeitig zeigten die Sommer der vergangenen Jahre, dass auch der Norden zunehmend von Trockenperioden betroffen ist.

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Bark statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Bark für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 37,4 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 37,4 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Bark in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min8,815,919,821,824,7
30 min10,919,624,426,930,5
1 h13,424,029,933,037,4
2 h16,329,336,640,345,7
6 h22,340,150,055,162,4
12 h27,248,860,967,176,0
1 d33,159,474,181,692,5

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld im Stadtgebiet Bark; örtliche Unsicherheit ±23 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich).

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Bark

843,5 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Wittenborn (3 km entfernt), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

4 → 4

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Bark erreicht im Mittel 843,5 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Wittenborn (3 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit über dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Bark zuletzt dokumentiert am 30. Mai 2017 mit 30,2 mm in 1 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) liegt in beiden Referenzperioden bei im Mittel 4 Tagen pro Jahr. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Bark

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Bark verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 4 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2005–2017); das stärkste erreichte 45,8 mm in 1 h am 7. Juli 2005 (SRI 8).

  1. 30. Mai 2017

    30,2 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 32 Jahre · betroffene Fläche 48 km²

    SRI 5 · außergewöhnlicher Starkregen
  2. 17. Januar 2007

    86,3 mm in 72 h

    Wiederkehrzeit ca. 14 Jahre · betroffene Fläche 226 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen
  3. 2. Januar 2007

    34,8 mm in 4 h

    Wiederkehrzeit ca. 9 Jahre · betroffene Fläche 19 km²

    SRI 2 · Starkregen
  4. 7. Juli 2005

    45,8 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 34 km²

    SRI 8 · extremer Starkregen

Methodik: CatRaRE (Catalogue of Radar-based heavy Rainfall Events, Deutscher Wetterdienst) identifiziert Starkregenereignisse im reprozessierten Radarklimatologie-Datensatz RADKLIM-RW (1×1-km-Raster, stündlich aufsummiert) und nimmt Ereignisse auf, deren Niederschlagshöhe die örtliche 5-jährliche Wiederkehrzeit nach KOSTRA-DWD-2020 überschreitet. Jedes Ereignis wird der Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums zugeordnet; großflächige Wetterlagen mit Schwerpunkt außerhalb des Gemeindegebiets werden dem jeweiligen Schwerpunktort zugerechnet und erscheinen hier nicht – die tatsächliche lokale Betroffenheit kann daher weitere Ereignisse umfassen. Der zwölfstufige Starkregenindex (SRI) klassifiziert die Intensität relativ zur örtlichen Niederschlagsstatistik: SRI 1–2 Starkregen, 3–4 intensiver, 5–7 außergewöhnlicher, 8–12 extremer Starkregen. Quelle: DWD Open Data, CatRaRE T5 Eta v2026.01.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Bark – FAQ

Wie oft kommt es in Bark zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Bark zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 37,4 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können.

Wie viel Regen fällt in Bark bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Bark bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 37,4 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 92,5 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 24,0 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können.

Ist Bark hochwassergefährdet?+

Ob Bark konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Schleswig-Holstein zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern.

Wie kann ich mich in Bark vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Bark und Umgebung.

Wann gab es zuletzt Starkregen in Bark?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Bark am 30. Mai 2017 (30,2 mm in 1 h, außergewöhnlicher Starkregen). Insgesamt sind seit 2005 4 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 45,8 mm in 1 h am 7. Juli 2005 (SRI 8).

Für Kommunen · Schleswig-Holstein

Starkregenvorsorge ist kommunale Daueraufgabe

Rechtlicher Rahmen

Die EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie, umgesetzt in §§ 73–75 Wasserhaushaltsgesetz, verpflichtet zu fortlaufender Risikobewertung und Managementplänen – Kommunen sind zentrale Akteure der Umsetzung, auch jenseits der Gewässer beim Starkregen.

Fachlicher Standard

Das Merkblatt DWA-M 119 beschreibt den anerkannten Handlungspfad des kommunalen Starkregenrisikomanagements: Gefährdungsanalyse, Vorsorge – und ausdrücklich die frühzeitige Warnung als eigenen Baustein.

Förderlandschaft

Bund und Länder fördern kommunale Starkregenvorsorge über wechselnde Programme (Stand Juli 2026) – welche Wege für Kommunen in Schleswig-Holstein aktuell offenstehen, klären wir im Erstgespräch.

Frühwarnung für Bark – bevor das Wasser kommt

Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen. Erfahren Sie unverbindlich, wie Ihre Kommune angebunden werden kann – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen mit der Starkregen-App.