Amtliche Daten von DWD, BKG und Destatis

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Lohne

Lohne ist eine Mittelstadt in Niedersachsen und liegt auf rund 44 m ü. NN in einer norddeutschen Tiefebene. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Hopener Mühlenbach, rund 0,6 km vom Ortszentrum entfernt.

Amtliche Warnlage für den Landkreis Vechta

Keine Warnung vor Starkregen, Dauerregen oder Gewitter.

Stand 11:18 Uhr, Deutscher Wetterdienst

43,0 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

27,3 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

99,0 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

62,8 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Lohne · örtliche Unsicherheit ±26 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Lohne

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Lohne verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 10 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2004–2024); das stärkste erreichte 59,9 mm in 2 h am 2. August 2019 (SRI 7). Die Zuordnung gilt für die Rasterzelle des Niederschlagsmaximums – nicht für das gesamte Gemeindegebiet.

  1. 19. Mai 2024jüngstes

    30,5 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 7 Jahre · betroffene Fläche 8 km²

    SRI 2 · Starkregen
  2. 20. Juni 2023

    40,6 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 23 Jahre · betroffene Fläche 81 km²

    SRI 4 · intensiver Starkregen
  3. 24. Juli 2021

    55,4 mm in 6 h

    Wiederkehrzeit ca. 26 Jahre · betroffene Fläche 74 km²

    SRI 4 · intensiver Starkregen
  4. 5. Juni 2021

    40,4 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 58 Jahre · betroffene Fläche 18 km²

    SRI 6 · außergewöhnlicher Starkregen
  5. 2. August 2019stärkstes

    59,9 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 115 km²

    SRI 7 · außergewöhnlicher Starkregen
  6. 22. Juli 2016

    42,0 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 29 Jahre · betroffene Fläche 19 km²

    SRI 4 · intensiver Starkregen
  7. 2. Juni 2016

    33,8 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 11 Jahre · betroffene Fläche 14 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen
  8. 30. April 2014

    46,9 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 14 km²

    SRI 7 · außergewöhnlicher Starkregen
  9. 25. Juni 2006

    36,2 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 16 Jahre · betroffene Fläche 12 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen
  10. 2. Juni 2004

    38,9 mm in 3 h

    Wiederkehrzeit ca. 13 Jahre · betroffene Fläche 29 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen

Quelle: DWD Open Data, CatRaRE W3 Eta v2026.01 (CC BY 4.0), radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.

Starkregen und Überflutung in Lohne

Hopener Mühlenbach 0,6 km vom Ortszentrum entfernt, das Gelände fällt 41 Meter.

Flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer.

Ortszentrum
44 m ü. NN
Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis
41 m
Gebäude mit Wohnraum
8.275
Kartenausschnitt Lohne mit Gewässern Lohne
© GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Wo Starkregen in Lohne zum Problem wird.

So viel Regen ist in Lohne statistisch möglich

1 Stunde, alle 10 Jahre
27,3 mm
1 Stunde, alle 100 Jahre
43,0 mm
24 Stunden, alle 10 Jahre
62,8 mm
24 Stunden, alle 100 Jahre
99,0 mm
KOSTRA-DWD-2020, Rasterfeld Lohne, örtliche Unsicherheit ±26 %

Starkregen in Lohne

Starkregen in Lohne entsteht überwiegend durch sommerliche Wärmegewitter, die sich über dem flachen Umland aufbauen. Weil die Region kaum natürliches Gefälle bietet, bleibt Regenwasser oft länger stehen als in hügeligem Gelände. Bereits ein 10-jährliches Ereignis bringt laut KOSTRA-DWD-2020 etwa 27,3 mm in einer Stunde – genug für vollgelaufene Keller und Unterführungen.

Was „100-jährlich“ bedeutet So funktioniert das Frühalarmsystem
Kartenausschnitt Lohne mit Gewässern Lohne
Gewässer im Ortsbereich, hervorgehoben · © GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Hochwasser in Lohne

In der Tiefebene um Lohne steigen Flüsse und Bäche bei Dauerregen oder Schneeschmelze meist langsamer, dafür aber langanhaltender an als in bergigem Gelände. Betroffen sind vor allem Auenlagen entlang größerer Gewässer sowie Gebiete mit hohem Grundwasserstand. Die genaue Gefährdung lässt sich über die Hochwassergefahrenkarten des jeweiligen Bundeslandes prüfen.

Umweltkarten Niedersachsen mit Hochwassergefahren- und Risikokarten (NLWKN)
Kartenausschnitt Lohne mit Gewässern Lohne
Schematisch: Wasser breitet sich bei Starkregen entlang der Gewässer aus. Keine Simulation für Lohne. Karte © GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Überflutungsrisiko in Lohne

In und um Lohne sammelt sich Regenwasser bei Starkregen bevorzugt in natürlichen und künstlichen Senken sowie an Kanalisationstiefpunkten, da die Region kaum natürliches Gefälle bietet. Gräben und Vorfluter können bei extremen Ereignissen schnell überlastet sein, was zu länger anhaltenden Überflutungen führt.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 41 m – flaches Gelände: Überflutungen entstehen hier vor allem durch Kanalnetz-Überstau und ausufernde Gewässer (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Lohne rund 8.275 Gebäude mit Wohnraum und 11.936 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Zur Starkregengefahrenkarte Gefahrenkarte für Lohne ansehen

Jahresniederschlag, Mittel 1991 bis 2020

Lohne
722,3 mm
Deutschland
791 mm

4 → 3 Starkregentage pro Jahr, 1961–1990 gegenüber 1991–2020

DWD-Referenzwerte, 1-km-Raster

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Der Klimawandel trifft die Tiefebene um Lohne an beiden Enden der Skala. Aufschlussreich ist der Abstand zwischen häufigem und seltenem Ereignis: Der 100-jährliche Stundenwert liegt nach KOSTRA-DWD-2020 beim 1,6-Fache des 10-jährlichen – Kanalnetze und Gräben, die für den Regelfall bemessen sind, geraten bei solchen Lagen an ihre Grenze.

Zu den DWD-Referenzwerten für Lohne

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Lohne statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Lohne für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 43,0 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 43,0 Litern pro Quadratmeter.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Lohne in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min9,818,122,725,128,6
30 min12,122,428,131,135,3
1 h14,827,334,237,843,0
2 h17,832,941,345,651,8
6 h23,843,955,160,969,2
12 h28,452,565,972,882,8
1 d34,062,878,887,199,0

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Lohne; örtliche Unsicherheit ±26 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge

Starkregengefahrenkarte Lohne

Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Lohne fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.

Ob Lohne eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).

Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Lohne

722,3 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Dinklage (9 km entfernt), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

4 → 3

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Lohne erreicht im Mittel 722,3 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Dinklage (9 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit unter dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Lohne zuletzt dokumentiert am 19. Mai 2024 mit 30,5 mm in 2 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 4 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 3 Tage (1991–2020) zurückgegangen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Für Kommunen · Niedersachsen

Was Lohne als Kommune leisten muss

Auch in Niedersachsen ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Lohne zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.

Für Betriebe · Standortwarnung

Für Unternehmen in Lohne

Minuten Vorlauf entscheiden, ob Fahrzeuge, Ware und Anlagen rechtzeitig gesichert sind. Das Flutwarnsystem warnt den einzelnen Standort statt der ganzen Warnregion.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Lohne – FAQ

Wie oft kommt es in Lohne zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Lohne zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 43,0 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können. Mehr dazu im Ratgeber: Was heißt „100-jährliches Ereignis“?

Wie viel Regen fällt in Lohne bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Lohne bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 43,0 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 99,0 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 27,3 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen-Warnstufen des DWD verstehen

Ist Lohne hochwassergefährdet?+

Ob Lohne konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Niedersachsen zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen vs. Hochwasser: der Unterschied

Wie kann ich mich in Lohne vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Privatpersonen nutzen dafür die kostenlose Starkregen-App mit ortsbezogenen Frühwarnungen für Lohne und Umgebung. Kommunen, Landkreise und Unternehmen können ein Erstgespräch zum Flutwarnsystem anfragen. Mehr dazu im Ratgeber: Haus vor Starkregen schützen: bauliche Vorsorge

Wann gab es zuletzt Starkregen in Lohne?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Lohne am 19. Mai 2024 (30,5 mm in 2 h, Starkregen). Insgesamt sind seit 2004 10 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 59,9 mm in 2 h am 2. August 2019 (SRI 7).

Wie kann Lohne ein Frühwarnsystem einführen?+

Kommunen, Landkreise und Unternehmen können das Flutwarnsystem in einem unverbindlichen Erstgespräch kennenlernen. Wir besprechen Anbindung, Kosten und mögliche Fördermöglichkeiten für Lohne.

Ratgeber · Vorsorge, Versicherung & Verhalten

Starkregen-Wissen zum Nachlesen

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