Bayern · Schwarzer Regen · ca. 11.018 Einwohner · AGS 09276138

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Regen

Regen ist eine Kleinstadt in Bayern und liegt auf rund 532 m ü. NN in einer süddeutschen, alpennahen Region. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Schwarzer Regen, unmittelbar im Ortsbereich. Wie überall in Deutschland kann auch hier Starkregen lokal zu Überflutungen führen, unabhängig von der Nähe zu größeren Gewässern.

Datenstand: 11. August 2026 · Quellen: DWD (KOSTRA-2020, CatRaRE, WarnWetter), BKG, Destatis – Methodik

48,7 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

31,3 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

129,1 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

82,8 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Regen · örtliche Unsicherheit ±28 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Regen

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Regen verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 13 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2001–2025); das stärkste erreichte 54,3 mm in 1 h am 21. August 2002 (SRI 7).

  1. 4. Juni 2025

    42,2 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 44 Jahre · betroffene Fläche 233 km²

    SRI 5 · außergewöhnlicher Starkregen
  2. 8. Juni 2023

    55,6 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 62 Jahre · betroffene Fläche 13 km²

    SRI 6 · außergewöhnlicher Starkregen
  3. 24. Juni 2022

    36,3 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 21 Jahre · betroffene Fläche 46 km²

    SRI 4 · intensiver Starkregen
  4. 22. August 2021

    33,8 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 5 Jahre · betroffene Fläche 11 km²

    SRI 2 · Starkregen
  5. 7. Juni 2018

    34,7 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 17 Jahre · betroffene Fläche 13 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen
  6. 3. August 2013

    31,8 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 11 Jahre · betroffene Fläche 22 km²

    SRI 3 · intensiver Starkregen
  7. 31. Mai 2011

    29,4 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 8 Jahre · betroffene Fläche 10 km²

    SRI 2 · Starkregen
  8. 17. Juli 2010

    41,3 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 40 Jahre · betroffene Fläche 56 km²

    SRI 5 · außergewöhnlicher Starkregen
5 weitere Ereignisse anzeigenWeniger anzeigen
  1. 7. August 2008

    47,1 mm in 4 h

    Wiederkehrzeit ca. 9 Jahre · betroffene Fläche 32 km²

    SRI 2 · Starkregen
  2. 1. Juni 2007

    59,2 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 90 Jahre · betroffene Fläche 36 km²

    SRI 6 · außergewöhnlicher Starkregen
  3. 14. Juli 2006

    38,0 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 26 Jahre · betroffene Fläche 11 km²

    SRI 4 · intensiver Starkregen
  4. 21. August 2002

    54,3 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit über 100 Jahre · betroffene Fläche 39 km²

    SRI 7 · außergewöhnlicher Starkregen
  5. 17. August 2001

    31,1 mm in 1 h

    Wiederkehrzeit ca. 10 Jahre · betroffene Fläche 14 km²

    SRI 2 · Starkregen

Quelle: DWD Open Data, CatRaRE T5 Eta v2026.01, radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.

Starkregen in Regen

Regen liegt in einer süddeutschen, alpennahen Region – einer der konvektionsreichsten Gegenden Deutschlands. Sommerliche Wärmegewitter erreichen hier überdurchschnittlich hohe Intensitäten. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem 100-jährlichen Ereignis rund 48,7 mm in einer Stunde möglich – Werte, die zu den höchsten unter deutschen Kommunen zählen.

Hochwasser in Regen

Hochwasser ist im alpennahen Süden Deutschlands, wo auch Regen liegt, ein wiederkehrendes Thema: Alpines Schmelzwasser und intensive Dauerregenlagen können Flüsse rasch anschwellen lassen. Wie stark ein konkretes Grundstück betroffen ist, hängt von der Nähe zu Gewässern und deren Ausbauzustand ab.

Live-Wasserstand am nächstgelegenen Bundeswasserstraßen-Pegel Deggendorf (Donau, 20,1 km): 127 cm (Stand 16:15 Uhr; PEGELONLINE/WSV).

Überflutungsrisiko in Regen

Die hohe Versiegelung vieler Orte im süddeutschen Raum, zu denen auch Regen zählt, verschärft das Überflutungsrisiko bei Starkregen: Regenwasser kann kaum versickern und sammelt sich in Senken, Unterführungen und Kellern. Kanalnetze sind meist auf deutlich seltenere Ereignisse ausgelegt, als sie hier statistisch vorkommen.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 226 m – ausgeprägtes Gefälle: bei konvektivem Starkregen besteht erhöhtes Sturzflutpotenzial entlang von Hanglagen und Tiefpunkten (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Regen rund 3.234 Gebäude mit Wohnraum und 5.869 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Gefahrenkarte für Regen ansehen

Starkregen-Auskunftssystem · straßenscharfe Überflutungstiefen

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Die konvektionsreiche Lage um Regen macht den Abstand zwischen Alltag und Extremfall besonders spürbar: Nach KOSTRA-DWD-2020 erreicht der 100-jährliche Stundenwert das 1,6-Fache des 10-jährlichen. Hitze- und Trockenperioden nehmen parallel zu und verschlechtern die Aufnahmefähigkeit der Böden zusätzlich.

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Regen statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Regen für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 48,7 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 48,7 Litern pro Quadratmeter – weit mehr, als städtische Kanalnetze in dieser Zeit ableiten können.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Regen in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min10,919,724,527,130,7
30 min13,925,031,234,438,9
1 h17,431,339,043,048,7
2 h21,638,948,453,460,5
6 h30,254,467,874,884,8
12 h37,367,183,792,3104,6
1 d46,082,8103,3113,9129,1

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Regen; örtliche Unsicherheit ±28 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge

Starkregengefahrenkarte Regen

Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Regen fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.

Ob Regen eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).

Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Regen

944,7 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Regen (im Ortsgebiet), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

8 → 9

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Regen erreicht im Mittel 944,7 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Regen (im Ortsgebiet), 1991–2020) und liegt damit deutlich über dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Regen zuletzt dokumentiert am 4. Juni 2025 mit 42,2 mm in 1 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 8 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 9 Tage (1991–2020) gestiegen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Regen – FAQ

Wie oft kommt es in Regen zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Regen zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 48,7 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können.

Wie viel Regen fällt in Regen bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Regen bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 48,7 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 129,1 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 31,3 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können.

Ist Regen hochwassergefährdet?+

Ob Regen konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Bayern zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern.

Wie kann ich mich in Regen vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Mit der kostenlosen Starkregen-App erhalten Sie ortsbezogene Frühwarnungen mit konkreten Verhaltenshinweisen für Regen und Umgebung.

Wann gab es zuletzt Starkregen in Regen?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Regen am 4. Juni 2025 (42,2 mm in 1 h, außergewöhnlicher Starkregen). Insgesamt sind seit 2001 13 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 54,3 mm in 1 h am 21. August 2002 (SRI 7).

Für Kommunen · Bayern

Was Regen als Kommune leisten muss

Auch in Bayern ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Regen zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.

Flutwarnsystem · bundesweit

Frühwarnung für Regen – bevor das Wasser kommt

Das bundesweite Flutwarnsystem verbindet amtliche Warnungen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Simulation zu einem gemeinsamen Lagebild für Kommunen, Landkreise und Unternehmen – Bürgerinnen und Bürger erhalten ortsgenaue Warnungen über die Starkregen-App.

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