Amtliche Daten von DWD, BKG und Destatis

Starkregen, Hochwasser & Überflutung in Zell im Wiesental

Zell im Wiesental ist eine Kleinstadt in Baden-Württemberg und liegt auf rund 435 m ü. NN in einer süddeutschen, alpennahen Region. Nächstes im Landschaftsmodell geführtes Fließgewässer: Wiese, unmittelbar im Ortsbereich.

Amtliche Warnlage für den Landkreis Lörrach

Keine Warnung vor Starkregen, Dauerregen oder Gewitter.

Stand 05:14 Uhr, Deutscher Wetterdienst

50,8 mm

Extremregen in 1 h

100-jährliches Ereignis

32,9 mm

Starkregen in 1 h

10-jährliches Ereignis

140,0 mm

Extremregen in 24 h

100-jährliches Ereignis

90,8 mm

Dauerregen in 24 h

10-jährliches Ereignis

Statistische Bemessungswerte nach KOSTRA-DWD-2020 für das Rasterfeld Zell im Wiesental · örtliche Unsicherheit ±28 %

Ereigniskatalog · DWD CatRaRE W3 Eta v2026.01

Dokumentierte Starkregenereignisse in Zell im Wiesental

Die Radarklimatologie des Deutschen Wetterdienstes erlaubt seit 2001 eine flächendeckende, gemeindescharfe Rekonstruktion von Starkregenereignissen. Für Zell im Wiesental verzeichnet der Ereigniskatalog CatRaRE 2 Ereignisse mit Niederschlagsschwerpunkt im Gemeindegebiet (2006–2008); das stärkste erreichte 93,6 mm in 2 h am 29. Juni 2006 (SRI 9). Die Zuordnung gilt für die Rasterzelle des Niederschlagsmaximums – nicht für das gesamte Gemeindegebiet.

  1. 11. Mai 2008jüngstes

    49,7 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit ca. 25 Jahre · betroffene Fläche 15 km²

    SRI 4 · intensiver Starkregen
  2. 29. Juni 2006stärkstes

    93,6 mm in 2 h

    Wiederkehrzeit weit über 100 Jahre · betroffene Fläche 53 km²

    SRI 9 · extremer Starkregen

Quelle: DWD Open Data, CatRaRE W3 Eta v2026.01 (CC BY 4.0), radarbasiert auf RADKLIM-RW (1-km-Raster). Jedes Ereignis zählt für die Rasterzelle seines Niederschlagsmaximums – wie der Katalog entsteht und was der Starkregenindex misst.

Starkregen und Überflutung in Zell im Wiesental

Wiese mitten im Ort, das Gelände fällt 562 Meter.

Bei konvektivem Starkregen besteht erhöhtes Sturzflutpotenzial entlang von Hanglagen und Tiefpunkten. Überflutungen entstehen hier durch Kanalüberstau und ausufernde Gewässer gleichermaßen.

Ortszentrum
435 m ü. NN
Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis
562 m
Gebäude mit Wohnraum
1.290

Pegel Rheinweiler, Rhein, 22,9 km entfernt

196 cm

05:15 Uhr · WSV Pegelonline

Kartenausschnitt Zell im Wiesental mit Gewässern Zell im Wiesental
© GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Wo Starkregen in Zell im Wiesental zum Problem wird.

So viel Regen ist in Zell im Wiesental statistisch möglich

1 Stunde, alle 10 Jahre
32,9 mm
1 Stunde, alle 100 Jahre
50,8 mm
24 Stunden, alle 10 Jahre
90,8 mm
24 Stunden, alle 100 Jahre
140,0 mm
KOSTRA-DWD-2020, Rasterfeld Zell im Wiesental, örtliche Unsicherheit ±28 %

Starkregen in Zell im Wiesental

Zell im Wiesental liegt in einer süddeutschen, alpennahen Region – einer der konvektionsreichsten Gegenden Deutschlands. Sommerliche Wärmegewitter erreichen hier überdurchschnittlich hohe Intensitäten. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem 100-jährlichen Ereignis rund 50,8 mm in einer Stunde möglich – Werte, die zu den höchsten unter deutschen Kommunen zählen.

Was „100-jährlich“ bedeutet So funktioniert das Frühalarmsystem
Kartenausschnitt Zell im Wiesental mit Gewässern Zell im Wiesental 196 cm Pegel Rheinweiler, Rhein, 05:15 Uhr
Gewässer im Ortsbereich, hervorgehoben · © GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Hochwasser in Zell im Wiesental

Hochwasser ist im alpennahen Süden Deutschlands, wo auch Zell im Wiesental liegt, ein wiederkehrendes Thema: Alpines Schmelzwasser und intensive Dauerregenlagen können Flüsse rasch anschwellen lassen. Wie stark ein konkretes Grundstück betroffen ist, hängt von der Nähe zu Gewässern und deren Ausbauzustand ab.

Hochwasserportal Baden-Württemberg mit amtlichen Gefahrenkarten (LUBW)
Kartenausschnitt Zell im Wiesental mit Gewässern Zell im Wiesental
Schematisch: Wasser breitet sich bei Starkregen entlang der Gewässer aus. Keine Simulation für Zell im Wiesental. Karte © GeoBasis-DE / BKG (2026), basemap.de, dl-de/by-2-0

Überflutungsrisiko in Zell im Wiesental

Die hohe Versiegelung vieler Orte im süddeutschen Raum, zu denen auch Zell im Wiesental zählt, verschärft das Überflutungsrisiko bei Starkregen: Regenwasser kann kaum versickern und sammelt sich in Senken, Unterführungen und Kellern. Kanalnetze sind meist auf deutlich seltenere Ereignisse ausgelegt, als sie hier statistisch vorkommen.

Die Reliefenergie im 2,5-km-Umkreis beträgt 562 m – ausgeprägtes Gefälle: bei konvektivem Starkregen besteht erhöhtes Sturzflutpotenzial entlang von Hanglagen und Tiefpunkten (BKG DGM200).

Nach Zensus 2022 umfasst Zell im Wiesental rund 1.290 Gebäude mit Wohnraum und 3.059 Wohnungen – Substanz, die bei einer Starkregenlage gleichzeitig betroffen sein kann.

Zur Starkregengefahrenkarte Gefahrenkarte für Zell im Wiesental ansehen

Jahresniederschlag, Mittel 1991 bis 2020

Zell im Wiesental
1.571,0 mm
Deutschland
791 mm

19 → 17 Starkregentage pro Jahr, 1961–1990 gegenüber 1991–2020

DWD-Referenzwerte, 1-km-Raster

Klimatrends: Dürre, Sturm & Extremwetter

Der Klimawandel verstärkt im süddeutschen Raum, zu dem auch Zell im Wiesental zählt, beide Extreme: Die Zahl der Tage mit Starkregenpotenzial steigt, gleichzeitig nehmen Hitze- und Trockenperioden zu. Ausgetrocknete Böden nehmen bei plötzlichem Starkregen weniger Wasser auf – und rund 36 % der Menge eines 100-jährlichen Tagesniederschlags können hier in einer Stunde fallen.

Zu den DWD-Referenzwerten für Zell im Wiesental

Amtliche Bemessungsdaten

Wie viel Regen ist in Zell im Wiesental statistisch möglich?

Die Tabelle zeigt die Niederschlagshöhen (in mm) nach KOSTRA-DWD-2020, die in Zell im Wiesental für verschiedene Dauerstufen und Wiederkehrzeiten statistisch zu erwarten sind. Ein Wert von 50,8 mm in einer Stunde (100-jährlich) entspricht 50,8 Litern pro Quadratmeter.

Alle Werte in mm Niederschlagshöhe

KOSTRA-DWD-2020 Bemessungsniederschläge für Zell im Wiesental in mm
Daueralle 1 Jahralle 10 Jahrealle 30 Jahrealle 50 Jahrealle 100 Jahre
15 min11,720,625,528,131,7
30 min14,826,232,435,740,4
1 h18,732,940,844,950,8
2 h23,441,251,156,263,6
6 h33,258,572,579,890,2
12 h41,472,990,499,5112,4
1 d51,590,8112,6123,9140,0

Quelle: KOSTRA-DWD-2020, Deutscher Wetterdienst – abgerufen über die openko.de REST-API. Bemessungsniederschläge für das KOSTRA-Rasterfeld (5 × 5 km) im Gebiet Zell im Wiesental; örtliche Unsicherheit ±28 % (Dauerstufe 60 min, 100-jährlich) – wie Wiederkehrzeit und Toleranz zu lesen sind.

Gefahrenkarte · Überflutungsvorsorge

Starkregengefahrenkarte Zell im Wiesental

Eine Starkregengefahrenkarte zeigt, wohin das Wasser bei einem Starkregenereignis fließt und wo es sich sammelt: simuliert aus Gelände, Bebauung und Kanalnetz für definierte Regenszenarien. Sie beantwortet damit die Frage, die die statistischen Bemessungswerte oben offenlassen – nicht wie viel Regen in Zell im Wiesental fallen kann, sondern was er anrichtet: welche Straßen überflutet werden, wo sich Senken füllen und welche Gebäude gefährdet sind. Grundlage für die Erstellung sind die Leitfäden der Bundesländer zum kommunalen Starkregenrisikomanagement.

Ob Zell im Wiesental eine eigene Starkregengefahrenkarte veröffentlicht hat, erfahren Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Flusshochwasser führen die Länder eigene Hochwassergefahrenkarten (Link im Abschnitt Hochwasser).

Was eine Gefahrenkarte leistet und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Starkregen-Ratgeber; die Datengrundlagen dieser Seite beschreibt die Methodik.

Klimatologische Einordnung · DWD-Referenzwerte

Niederschlagsklima in Zell im Wiesental

1.571,0 mm

Mittlerer Jahresniederschlag

DWD-Station Zell im Wiesental -Pfaffenberg (3 km entfernt), 1991–2020

791 mm

Deutschlandmittel zum Vergleich

DWD, 1991–2020

19 → 17

Starkregentage pro Jahr (≥ 20 mm)

1961–1990 → 1991–2020, 1-km-Raster

Zell im Wiesental erreicht im Mittel 1.571,0 mm Jahresniederschlag (DWD-Station Zell im Wiesental -Pfaffenberg (3 km entfernt), 1991–2020) und liegt damit deutlich über dem Deutschlandmittel von 791 mm. Für das örtliche Starkregenrisiko ist die Jahressumme allerdings nur bedingt aussagekräftig: Maßgeblich sind kurze konvektive Ereignisse, die ein Vielfaches mittlerer Tagessummen erreichen können – in Zell im Wiesental zuletzt dokumentiert am 11. Mai 2008 mit 49,7 mm in 2 h. Die Zahl der Starkregentage (Tagesniederschlag ≥ 20 mm) ist im Rasterfeld von im Mittel 19 Tagen pro Jahr (1961–1990) auf 17 Tage (1991–2020) zurückgegangen. Für die Bemessung maßgeblich bleiben die KOSTRA-Kennwerte oben.

Für Kommunen · Baden-Württemberg

Was Zell im Wiesental als Kommune leisten muss

Auch in Baden-Württemberg ist Starkregenvorsorge kommunale Pflicht – Gefährdungsanalyse, bauliche Vorsorge und Warnung sind eigene Bausteine. Vorsorge braucht Jahre, eine Warnung braucht Minuten: Den dritten Schritt kann Zell im Wiesental zuerst gehen. Rechtsrahmen, Handlungspfad und Förderung.

Für Betriebe · Standortwarnung

Für Unternehmen in Zell im Wiesental

Minuten Vorlauf entscheiden, ob Fahrzeuge, Ware und Anlagen rechtzeitig gesichert sind. Das Flutwarnsystem warnt den einzelnen Standort statt der ganzen Warnregion.

Häufige Fragen

Starkregen & Hochwasser in Zell im Wiesental – FAQ

Wie oft kommt es in Zell im Wiesental zu Starkregen?+

Wie in weiten Teilen Deutschlands kann es auch in Zell im Wiesental zu Starkregen kommen. Nach KOSTRA-DWD-2020 sind bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Ereignis rund 50,8 mm Niederschlag in einer Stunde möglich – Werte, die je nach Region und Topographie unterschiedlich stark zu urbanen Überflutungen führen können. Mehr dazu im Ratgeber: Was heißt „100-jährliches Ereignis“?

Wie viel Regen fällt in Zell im Wiesental bei einem 100-jährlichen Starkregen?+

Nach KOSTRA-DWD-2020 (Deutscher Wetterdienst) fallen in Zell im Wiesental bei einem statistisch alle 100 Jahre zu erwartenden Starkregen rund 50,8 mm Niederschlag in einer Stunde und rund 140,0 mm innerhalb von 24 Stunden. Schon ein 10-jährliches Ereignis bringt etwa 32,9 mm in einer Stunde – mehr, als die meisten Kanalnetze ableiten können. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen-Warnstufen des DWD verstehen

Ist Zell im Wiesental hochwassergefährdet?+

Ob Zell im Wiesental konkret hochwassergefährdet ist, hängt von der Lage zu Bächen, Flüssen und tief liegenden Bereichen ab. Wir empfehlen, die amtlichen Hochwassergefahrenkarten des Landes Baden-Württemberg zu prüfen. Unabhängig davon besteht überall in Deutschland ein Risiko durch Starkregen-Überflutungen fernab von Gewässern. Mehr dazu im Ratgeber: Starkregen vs. Hochwasser: der Unterschied

Wie kann ich mich in Zell im Wiesental vor Überflutung schützen?+

Informieren Sie sich über die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihr Grundstück, sichern Sie Kellerfenster, Rückstauklappen und tiefliegende Zugänge – und sorgen Sie dafür, dass Warnungen Sie rechtzeitig erreichen. Privatpersonen nutzen dafür die kostenlose Starkregen-App mit ortsbezogenen Frühwarnungen für Zell im Wiesental und Umgebung. Kommunen, Landkreise und Unternehmen können ein Erstgespräch zum Flutwarnsystem anfragen. Mehr dazu im Ratgeber: Haus vor Starkregen schützen: bauliche Vorsorge

Wann gab es zuletzt Starkregen in Zell im Wiesental?+

Der Ereigniskatalog CatRaRE des Deutschen Wetterdienstes verzeichnet das jüngste Starkregenereignis mit Niederschlagsschwerpunkt in Zell im Wiesental am 11. Mai 2008 (49,7 mm in 2 h, intensiver Starkregen). Insgesamt sind seit 2006 2 Ereignisse mit Schwerpunkt im Gemeindegebiet dokumentiert; das stärkste erreichte 93,6 mm in 2 h am 29. Juni 2006 (SRI 9).

Wie kann Zell im Wiesental ein Frühwarnsystem einführen?+

Kommunen, Landkreise und Unternehmen können das Flutwarnsystem in einem unverbindlichen Erstgespräch kennenlernen. Wir besprechen Anbindung, Kosten und mögliche Fördermöglichkeiten für Zell im Wiesental.

Ratgeber · Vorsorge, Versicherung & Verhalten

Starkregen-Wissen zum Nachlesen

Flutwarnsystem für Zell im Wiesental

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